Future Workplace.

Die Welt verändert sich rasant. Zwischen Digitalisierung und Globalisierung ist dabei auch die Arbeitswelt im Wandel. stilwerk wirft einen Blick in die Zukunft des Arbeitsplatzes und spricht mit den Experten von Kirsch & Lütjohann aus dem stilwerk Hamburg.

Auf der Light and Furniture Fair 2017 in Stockholm sprach Raphael Gielgen, Trendscout der Designmarke Vitra, über Zukunftsvisionen der Arbeitswelt. Im Rahmen einer Reise zu zahlreichen neuen und alteingesessenen Start-Ups im Silicon Valley und San Francisco entstand so gemeinsam mit Designer Konstantin Grcic auch ein neues Konzeptmöbelstück: Die „Hack“-Serie (erhältlich über punct.object im stilwerk Hamburg oder minimum im stilwerk Berlin) ist auf verschiedenste Bedürfnisse anpassbar, lässt sich platzsparend aus dem Weg schaffen, ist Schreibtisch, Stehtisch, Kokon-Sofa, Meeting-Platz im Kleinstformat oder Abstellkammer in einem und lässt sich dabei im Raum auch noch vollkommen frei bewegen. 

The Garage Spirit

Mit dieser Art flexibler Möbelstücke geht Vitra auf den sogenannten „Garage Spirit“ ein, der seinen Ursprung bei den großen Start-Ups wie Microsoft, Apple, Facebook oder Google, hat. Diese Unternehmen sorgen mit ihren offenen, fast als Spielplatz gestalteten, Büroräumen, unkonventionellen Hierarchien, flexiblen Arbeitszeitmodellen und kreativen Arbeitsmethoden für Furore und avancierten schnell zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. In diesem Umfeld veränderte sich das Abeitserlebnis der Mitarbeiter, ein starkes Gemeinschaftsgefühl formte den Kern der Firmenkultur. und prägte damit auch die Ansprüche der Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplatz. Heute ist es unter anderem dieser „Garage Spirit“, der zahllose Arbeitnehmer von einer Karriere in einem Start-Up träumen lässt. Und damit ist der „War for Talents“ als zentrales Thema der Arbeitswelt eröffnet: Inzwischen streben Arbeitgeber allerorts nach einer höheren Arbeitsplatzattraktivität und beginnen neben alternativen Zeitmodellen, zahlreichen Benefits, neuen Arbeitskonzepten und Incentives vor allem den Raum – also den eigentlichen Arbeitsplatz – neu und freier zu denken.

Interview mit Kirsch & Lütjohann
aus dem stilwerk Hamburg

Die strategische Ressource Raum ist die Kernkompetenz der Experten für Bürogestaltung von Kirsch & Lütjohann aus dem stilwerk Hamburg. Das Team analysiert Arbeitsabläufe und entwickelt individuell darauf zugeschnittene Raumkonzepte und Einrichtungspläne für Unternehmen wie Airbus, Allianz, Axel Springer, Edeka, Google, Johnson & Johnson, Montblanc, Unilever oder Warner Music.

Wir reden dabei immer weniger über klassische Arbeitsplätze oder einzelne Möbelstücke, sondern mehr über die Kommunikation im Team und die Verbesserung des Kreativprozesses.

Sowohl für Arbeitnehmer als auch Unternehmen steht die Organisation und Demokratisierung von Arbeit im Mittelpunkt.  Die Veränderungen in der Arbeitswelt haben die Experten von Kirsch & Lütjohann dabei nicht nur erkannt, sondern leben diese auch aktiv: „Wir verstehen uns als Vorbild,“ erklärt Geschäftsführer Henning Köppchen im Gespräch mit stilwerk. Seit Jahren betreiben die Mitarbeiter der Verwaltung im stilwerk Hamburg deshalb eine Art WorkLab und testen neue Arbeitsformen wie das „DeskSharing“ live:

Früher ging es bei diesem Thema eher darum, Fläche zu sparen. Irgendjemand ist schließlich immer krank oder im Urlaub. Heute wird die Idee des DeskSharing aber vor allem dadurch getrieben, dass die verschiedenen Aufgaben eines Mitarbeiters auch unterschiedliche Anforderungen an einen Arbeitsplatz stellen. Das kann der klassische Schreibtisch sein, aber auch ein Besprechungsraum, eine Lounge oder auch mal der Platz an der Elbe draußen in der Sonne.

In der Umsetzung bedeutete das bei Kirsch & Lütjohann nicht nur, dass jeder Mitarbeiter aus einem Rollcontainer „lebt“ und seinen Sitzplatz jederzeit an seine Aufgabenstellung anpassen kann, sondern auch eine komplette Umstrukturierung des Raums – bis hin zu den Büros der Geschäftsführung.

Früher hatte ich ganz klassisch ein eigenes Büro – Eckbüro natürlich, mit edler Sitzgarnitur und teurem Schreibtisch. Auf der anderen Seite war das Büro meiner Geschäftsführungskollegin und dazwischen saß die Sekretärin. Heute sind wir alle im DeskSharing unterwegs, sitzen im OpenSpace dichter bei allen Mitarbeitern. Gerade für mich als Geschäftsführer ist das gut, weil ich so für eine schnelle Kommunikation direkt zur Verfügung stehe. Ich bekomme auch viel mehr mit – überhaupt lernen wir alle sehr viel voneinander und haben mehr Spaß bei der Arbeit. Das macht uns effektiv, transparent und offen. Und wir planen unsere eigene Arbeit besser.

Für Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern, lässt sich zum Beispiel das ehemalige Eckbüro von Henning Köppchen – heute ein Meetingraum – jederzeit über ein elektronisches System buchen. Die passende Technik, die solche Prozesse ermöglicht und vereinfacht ist dabei heute ein wichtiger Bestandteil der Bürogestaltung. „Was bringt schließlich ein DeskSharing-Konzept, wenn die Mitarbeiter weder Laptops noch schnurlose Telefone haben“, erklärt Herr Köppchen. 

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Darüber hinaus geht es auch bei der eigentlichen Einrichtung der jeweiligen Raumes in erster Linie um die optimale Nutzung. Im Hinblick auf kreative Prozesse – aber auch um als Arbeitsplatz attraktiver zu wirken – finden vermehrt wohnliche Elemente ihren Weg in die Raumgestaltung. Es entstehen gemütliche Lounges oder sogar thematisch gestaltete Räume, die für die Gemeinschaftsnutzung eine vollkommen andere Atmosphäre schaffen, als klassische Büroräume.

Wir sprechen mehr über die Organisation an sich, über Arbeitskonzepte und das Verständnis für Arbeit und nicht über einzelne Elemente. Das Möbelstück an sich verliert hier zunehmend für uns an relativer Bedeutung. Wir nutzen zwar verschiedene Hersteller und Marken, aber für den Laien ist das am Ende kaum erkennbar und auch wenig relevant. Wenn ich einen Tisch hinstelle, bleibt es zunächst einfach ein Tisch. Spannend ist viel mehr, wie er genutzt wird.

Es geht also nicht nur um höhenverstellbare Arbeitstische oder WLAN für den Firmenlaptop, sondern um ganzheitliche Konzepte, die die Veränderungen der Arbeitswelt aufnehmen und unterstützen. Durch die Erfahrungen aus dem Selbstversuch im WorkLab kennen die Bürogestalter bei Kirsch & Lütjohann Schwächen und Stärken solcher neuer Arbeitsformen und können diese Erkenntnisse für die Beratung nutzen. Der Showroom im 3.OG des stilwerk Hamburg ist dabei nicht nur Planungsbüro und Verwaltung, sondern bietet als WorkLab vor allem die Möglichkeit Kunden neue Arbeitsformen und deren Umsetzung live und Aktion zu zeigen. Der „Garage Spirit“ zum Anfassen. 

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