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Editor's Pick: Fredericia 1911

Vom 1. bis 3. Juni 2017 waren wir auf den 3 Days of Design in Kopenhagen – der skandinavischen Hauptstadt des Möbeldesigns – um uns nach neuen Trends für Sie umzuschauen. Eine Ausstellung ist uns ganz besonders aufgefallen: der Showroom des Traditionsunternehmens Fredericia.

Mitten in der dänischen Hauptstadt präsentierte sich das Label Fredericia im historischen Royal Mail Haus auf 1.100 Quadratmetern. Eines der beiden Stockwerke des hisorischen Gebäudes wurde eigens für die dreitägige Ausstellung mit weißen Textilpavillons bestückt, die optisch Assoziationen an Observatorien wecken. Ausgelegt mit echtem Rasen, Kieselsteinen oder roter Erde bildeten diese Kuppeln kleine Bühnen für Klassiker und Neuheiten in knalligen Kvadrat x Raf Simons-Gewändern. Beim Betreten wirkte der große Raum zunächst skurril – wie eine Mischung aus Marslandschaft und eindrucksvollem Altbau. Doch die Pavillons locken und offenbaren beim Blick ins Innere ästhetische, eindrucksvolle und trotzdem dezente Welten. Die inspirierende Ausstellung feiert die Kooperation mit Kvadrat x Raf Simons – denn das dänische Traditionsunternehmen darf als Einzige alle Stoffe der Kooperation von Kvadrat mit Designer Raf Simons für Ihre Möbel nutzen. 

Benannt nach einer Kleinstadt in Syddanmark, wurde die Marke  Fredericia 1911 gegründet und steht seither neben hohen Designanforderungen, vor allem für Qualität. Mitgeformt wurde Fredericia insbesondere durch den Hausdesigner Børge Mogensen (1914-1972), der seit 1955 und bis zu seinem Tod für das dänische Label entwarf. In diesen Jahren entstanden die für die Marke repräsentativsten Stücke, heute Designklassiker, wie das „No.1 Sofa“, die „Dining Series“ oder der „Spanish Chair“.  Mogensen zählt zu den Pionieren, die dänisches Design zum festen Bestandteil der Kultur des Möbeldesigns machten. Er entwarf vor allem Möbel, die von Dauer waren und einen hohen Qualitätsanspruch erfüllten: Funktional sollten sie für alle Häuser und Mitglieder der Gesellschaft passen und ästhetisch zeichneten sie sich durch Zurückhaltung aus. Seine Lieblingsmaterialien wie massive Eiche, Naturleder, Wollgewebe und Messingbefestigungen nutzt Fredericia noch heute für ihre Produkte.

Dass auch der britische Designer Jasper Morrison ein Fan von Børge Mogensen ist, stellte sich 2014 bei Tee und Keksen im Fredericia-Showroom in Tokyo heraus. 2015 kam daraufhin der erste Entwurf von Jasper Morrison für Fredericia auf den Markt: die Beistelltischserie „Pon“. Sie besticht durch elegante Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche – eine Abstellfläche und ein Standbein – und erinnern dadurch an die ästhetische Linie, die Børge Mogensen auszeichnete. Die als Hommage an den ehemaligen Hausdesigner gedachte Kooperation zwischen dem dänischem Label Fredericia und dem englischem Designer Jasper Morrison brachte bisher noch zwei weitere Produktserien hervor: das „Kile“-Sofa und den „Taro“-Tisch.

In über hundert Jahren konnte die dänische Möbelmarke großartige Kooperationen eingehen. Nicht nur Kvadrat x Raf Simons und Designerikonen wie Jasper Morrison haben in den vergangenen Jahren mit Fredericia zusammengearbeitet, auch Thonet erteilte dem Traditionsunternehmen in den 30er Jahren das alleinige Recht einige ihrer Klassiker für Skandinavien zu produzieren und dort zu vertreiben. Zurecht erwarten wir daher noch viele weitere beeindruckende Kooperationen und umwerfende Kreationen.

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