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#einefragedesdesigns: Tobias Grau

Seit 1984 verbinden die Leuchten von Tobias Grau modernste Technologien mit höchster Qualität. Dabei sind die Designs zeitlos modern: Sie vermeiden nostalgische Formen und setzen auf das Hier und Jetzt. Ganz wie Gründer und Kreativchef Tobias Grau selbst. Im Interview stellt sich der Designer exklusiv vor.

Alles ist erleuchtet: bei Tobias Grau auf jeden Fall. Der gebürtige Hamburger gründete 1984 die gleichnamige Leuchtenmarke und setzt seitdem auf Licht in feinster Qualität.

Trotz künstlerischer Begabungen seit der frühen Kindheit studierte Grau, 1957 in Hamburg geboren,  zunächst Betriebswirtschaft in München. Erst im Anschluss setzten sich die kreativen Gene durch und der Hanseat widmete sich an der Parson School of Design in New York mehrere Semester der Gestaltung. Praktische Erfahrung sammelte er dann bei Knoll International in Pennsylvania. Zurück in Hamburg beginnt Grau die Selbständigkeit in einem Loft mit innenarchitektonischen Arbeiten für Werbeagenturen und Modegeschäfte. Die erste Leuchtenkollektion, vorgestellt unter eigenem Namen, entsteht aus dieser Arbeit. Zusammen mit seiner Frau Franziska wird diese zu einer hochwertigen Leuchtenmarke aufgebaut. Die beiden sind ein Traum-Unternehmerpaar, so Grau selbst. Während er für die Entwürfe zuständig ist, kümmert sich Franzsika Grau um die kaufmännische Entwicklung der Firma. Gleichzeitig ist sie seine wichtigste Kritikerin, die jeden Entwurf als Erste zu sehen bekommt.

So auch das allererste Modell „Tai“, das noch heute zu den beliebtesten Modellen der Marke zählt. Die Deckenleuchte ist eine gelungene Mischung aus formaler Eleganz und futuristischer Optik, die sich in jedes Ambiente harmonisch einfügt und gleichzeitig außergewöhnliche Akzente setzt. Eine Lampe, die bleibt. Auch nach über 30 Jahren. „Die Tai hat praktisch die Firma aufgebaut“, so Tobias Grau. „Das Besondere an ihr: Sie ist modern und passt dennoch in klassische Umgebungen.“

Nicht bei allen Modellen kommt der Erfolg sofort. Manche Lampen brauchen Zeit, erklärt der Designer. Wie zum Beispiel die Leuchte „George“, die über sieben Jahre im Programm war und erst dann bei Kunden und Käufern beliebt wurde.

Die mehrfach ausgezeichneten Designs von Tobias Grau sind zeitgemäß. Sie setzen auf heute, das Hier und Jetzt und vermeiden nostalgische Formen. Die Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche eint alle Produkte der Kollektion. Technische Innovationen sind dabei essentiell. Gerade in der Lichtbranche. Und Tobias Grau ging hier stets voraus: Besonders früh arbeitete die Marke bereits mit der LED-Technik und entwickelte neue Standards.

Doch was macht eigentlich eine Leuchte zu einer guten Leuchte? Tobias Grau meint:

Material? Form? Funktion? Die Funktion allein ist es nicht, das Material auch nicht. Also die Form? Ja, die Form ist es – aber nicht allein. Die Details, die Farbe? Ja, ganz wichtig! Die Qualität? Nein, die ist selbstverständlich. Der Preis? Ja, der ist sehr wichtig, aber alles hat einen Preis. Kultur? Aura? Ausdruck?

Eine Frage, die bleibt. Genauso wie die  Leuchten von Tobias Grau. 

Im Interview stellt sich der Hamburger Designer vor, der 2016 auch in der Jury des We Love Design Award saß.

Initialzündung?
Die Möbel meines Elternhauses, die ich meinte, neu und schöner machen zu können.

Liebstes Designstück im Alltag?
Mein Füllfederhalter.

Lieblingsplatz zu Hause?
Zu jeder möglichen Tageszeit ein anderer.

Kreativster Ort?
Nachts auf dem Sofa.

Lieblingsmaterial?
Glas, Metall, Kunststoff, Porzellan, Holz.

Stil?
Am ehesten Bauhaus. Form follows more than decoration.

#einefragedesdesigns

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