Lækker Dansk Design.

Arne Jacobsen, Hans J. Wegner, Poul Henningsen, Verner Panton, Finn Juhl, Poul Kjaerholm, Kay Bojesen, Georg Jensen… sie alle teilen die Leidenschaft für Design. Und noch etwas haben diese Ikonen der Designgeschichte gemein: Die Heimat Dänemark. 

Denkt man an Dänemark, denkt man zwangsläufig auch an Design. Einige der bekanntesten Möbelentwürfe des 20. Jahrhunderts stammen aus unserem kleinen Nachbarland und aus der Feder der großen Architekten und Designer der Moderne. So wurden Arne Jacobsens „Egg Chair“ oder Hans J. Wegners „Wishbone Chair“ zum Synonym für zeitloses Design. Die natürlichen Materialien, das traditionelle Handwerk, die zarten Farben und die klassische Formen der dänischen Entwürfe überzeugen uns immer wieder. Doch die Geschichte der Liebe Dänemarks für herausragendes Design beginnt deutlich früher und hat bis heute viel mit echter Handwerkskunst zu tun: 

Bereits 1872 gründete der Schreiner Fritz Hansen im Stadtteil Christianshavn in Kopenhagen die gleichnamige und heute wohl bekannteste dänische Designfirma. Von Beginn an übernahm Fritz Hansen große Aufträge für die Einrichtung zentraler Gebäude der dänischen Hauptstadt – darunter Christiansborg, das Rathaus sowie das oberste Gericht – und beeindruckte mit herausragender Handwerkskunst, einzigartigen Designs und höchsten Qualitätsansprüchen. In den 1930er Jahren experimentierte der Sohn Christian E. Hansen mit neuen Herstellungstechniken und entwickelte damit ein weiteres Markenzeichen: dampfgebogenes, laminiertes Holz.

Zu dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit dem Architekten Arne Jacobsen, der spätestens ab den 1950er Jahren mit Entwürfen wie dem „Ant Chair“, der „Serie 7“ oder dem „Swan Chair“ zum Synonym für Fritz Hansens Design avancierte. Seit den 1950er Jahren folgen stetig weitere Kooperationen mit namhaften Designern wie Verner Panton, Poul Kjærholm, Jaime Hayon, Piero Lissoni, Kasper Salto und Cecilie Manz. Auch wenn Teile der Produktion inzwischen nicht mehr in Dänemark liegen, werden Klassiker, wie der „Egg Chair“ nach wie vor in aufwändiger Handarbeit hergestellt. 

Ebenfalls in Kopenhagen, gründeten die Brüder Theodor und Ferdinand 1886 die Drechselwerkstatt Brdr. Krüger, die – heute in der fünften Generation familiengeführt – neben eigenen Möbelkollektionen auch Auftragsarbeiten übernehmen. Die Bekannteste darunter ist wohl der ikonische Holzaffe von Kay Bojesen (erhältlich bei minimum im stilwerk Berlin und im kiosk im stilwerk Hamburg) aus dem Jahr 1951. 

Zur Jahrhundertwende wollte der Tischler Carl Hansen traditionelle Handwerkskunst und moderne Serienproduktion sinnvoll vereinen, um hochwertige, langlebige Designmöbel zu besseren Preisen anbieten zu können. 1908 gründete er deshalb das Unternehmen Carl Hansen & Son in Odense, das bis heute als eines der großen Mid Century Labels gilt. Ähnlich wie bei Fritz Hansen, prägen langjährige Kollaborationen mit renommierten Designern – allen voran: Hans J. Wegner – das Bild der dänischen Designmarke. 

In der Fabrik Gelsted auf Funen in Dänemark werden Ikonen wie der „Wishbone Chair“ (erhältlich bei minimum im stilwerk Berlin sowie bei clic Inneneinrichtung und bulthaup im stilwerk Hamburg) nach wie vor in maschinengestützter Handarbeit gefertigt – heute allerdings nur noch aus Rohhölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Nur knapp 30 Kilometer weiter, auf dem dänischen Festland, wurde 1911 die Marke Fredericia gegründet. Ursprünglich als Stuhlfabrik angelegt, entstanden hier ab 1924 auch Polstermöbel und in den 1930er Jahren vor allem Bugholzmöbel unter der Lizenz der deutschen Marke Thonet. Nach dem zweiten Weltkrieg folgten Designs von Hans J. Wegner, bevor Børge Mogensen Hausdesigner wurde. Bis heute werden 90 Prozent aller Möbel von Fredericia in Dänemark gefertigt und alle Rohmaterialien gewissenhaft lokal oder aus innerhalb der EU bezogen. 

Dass sich in Dänemarks Designwelt aber längst nicht alles nur um Möbeldesign dreht, beweist Kvadrat (erhältlich bei Cramer und minimum im stilwerk Berlin sowie bei Raumakzente + Ausstattung im stilwerk Düsseldorf): Seit der Gründung 1968 ist das Familienunternehmen zu einer der wichtigsten Textilmarken weltweit avanciert: Kvadrat wird heute von Anders Byriel – dem Sohn des Gründers – geführt und arbeitet eng mit Designern wie Raf Simons zusammen. Weltweit setzen Architekten und Möbelherstellern auf die Stoffe des dänischen Labels und zu den Referenzen gehören Projekte wie das Museum of Modern Art in New York oder der Reichstag in Berlin sowie zahlreiche Marken wie HAY, Fritz Hansen, Normann Copenhagen oder ZEITRAUM.

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