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Raymond Loewy: Gestalter von Bestsellern

Der französisch-amerikanische Industriedesigner Raymond Loewy (1893-1986) gilt als einer der genialsten Protagonisten der Formgestaltung Nordamerikas. Bekannt für seine Entwürfe im Stromliniendesign prägte er den Geschmack und die Alltagskultur zwischen 1925 und 1980. Er gestaltete alles vom Automobil über Büromöbel und Zahnpastatuben bis hin zu Ozeandampfern.

In Frankreich aufgewachsen, zog es Raymond Loewy nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in die USA. Die Entdeckung seines zeichnerischen Talents auf der Überfahrt verhalf ihm zu einer Anstellung als Modezeichner in New York. Es folgten Tätigkeiten als Art Director bevor er sich 1930 selbstständig machte. Er entwarf für Automobilhersteller wie Hupmobile oder Studebaker und auch der avantgardistische Entwurf für die S1-Dampflokomotive für die Pennsylvania Railroad stammt aus seiner Feder.

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In Deutschland ist er bis heute bekannt für das Logo des Lebensmittelkonzerns SPAR oder die Shell-Muschel. Auch für die Porzellan-Manufaktur Rosenthal AG gestaltete Raymond Loewy das Service „Rosenthal 2000“. Sein wohl bekanntestes Design ist die klassische Form der Coca Cola-Flasche. 

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1941 erhielt Loewy von George Washington Hill, Manager und kreativer Kopf der American Tobacco Company, den Auftrag für ein neues Verpackungsdesign für die Zigarettenmarke Lucky Strike. Damals war die Lucky-Packung noch grün und das bekannte runde Markensignet, das unverwechselbare „bull's eye", war nur auf einer Seite abgebildet. Loewy überzeugte seinen Auftraggeber, indem er das Grün auf Weiß setzte und das runde Siegel auf beiden Seiten der Packung sichtbar machte. Damit sorgte er sofort für eine größere Wiedererkennbarkeit, die Lucky Strike bis heute beibehielt.

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Raymond Loewy sah sich selbst nicht nur als Formgestalter. Er erforschte den Markt, die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher. Für ihn standen neben dem Design gleichberechtigt die Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit, Gebrauchstüchtigkeit, Herstellungskosten und Verkaufspreis. Heute selbstverständliche Eigenschaften, war dieser umfassende Ansatz in den 1940er Jahren visionär.

Never leave well enough alone.

So formulierte Raymond Loewy 1951 in seiner Autobiografie seine Philosophie. Selbige erschien unter dem Titel „Hässlichkeit verkauft sich schlecht“ erst 1953 in Deutschland.

Raymond Loewy verfolgte das Prinzip von Schönheit durch funktionale Vereinfachung und seine Arbeiten beeinflussen noch heute Entscheidungen von Designern und Konsumenten auf der ganzen Welt. Zum Andenken an Loewys Schaffen gründete British American Tobacco Germany 1991 die Raymond Loewy Foundation in Hamburg und vergibt seither jährlich den Lucky Strike Junior Design Award an Nachwuchstalente. 2013 übernahm stilwerk die Stiftungsführung. 

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