Cramer Möbel+Design | Nils Cramer im Gespräch

Bei Cramer Möbel+Design findet sich das Beste aus zwei Welten: individuelle Polster- und Kastenmöbel aus eigener Manufaktur gepaart mit europäischen Top-Marken.

Was das Portfolio des inhabergeführten Familienunternehmens Cramer Möbel+Design verbindet ist der Anspruch: hochwertig, nachhaltig produziert und preiswürdig sollen die Möbel sein – und stets von hoher Designqualität. Bei der Gestaltung des persönlichen Wohnkonzeptes rät Nils Cramer vor allem zu Mut. Mut zu Freiraum, Mut zur Kombination, Mut zum Spiel mit „Störern" und Vintage-Schätzen.

Wir haben uns im stilwerk Berlin mit Nils Cramer, Inhaber und gebürtiger Elmshorner, für ein Gespräch über Design getroffen.

Philosophie? 
Wir stehen sowohl mit unserer eigenen Kollektion als auch mit unseren Handelsmarken für hochwertige und nachhaltig produzierte Produkte hochster Designqualität. Nahezu alle unserer Lieferanten sind Manufakturen aus Mitteleuropa mit einem hohen Anspruch an ihre Produkte und sich selbst. Wir möchten den Kunden als Freund gewinnen und ihn auch so behandeln: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen sind daher bei uns wichtige Tugenden. Im stilwerk Berlin stehen die Produkte aus unseren eigenen Manufakturen, der Cramer Polstermanufaktur und Cramer Holzmanufaktur im Zentrum des Sortiments. Wir produzieren jeweils umfangreiche Kollektionen, die wir in hohem Maße individualisieren. In Kombination mit ausgewählten Top-Marken erstellen wir unseren Kunden ihr persönliches Wohnkonzept. Auf Wunsch bieten wir auch komplexe Planungen, in jedem Falle immer eine umfassende Beratung, an. Gerne arbeiten wir auch abseits des Mainstreams und würzen die Einrichtungen mit sorgsam aufgespürten Unikaten. Wir wollen unsere Kunden dazu verleiten, zum Beispiel einen Esstisch mit einem Maschinenfuß aus der Zeit der Industrialisierung mit einem knallmodernen Sofa aus Italien zu inzenieren. Solch kühne Kombinationen bringen Spannung und Pfiff in jede kreative Einrichtung.

Initialzündung?
In einem Familienbetrieb bekommt man das ja mit der Muttermilch. Unser Unternehmen gab es bereits, als ich geboren wurde. Schon als kleiner Junge klebte ich meinem Vater in unserer Möbelfabrik an den Fersen und war mir sicher: „Das will ich später machen“. Die Leidenschaft für gutes Design und die Fülle an Aufgaben, wonach sich viele andere in ihren Bürojobs sehnen, macht den Beruf so spannend. Gerade das Aufspüren unserer vielen Unikate in staubigen Scheunen und an spannenden Orten ist eine ganz große Sache für mich. Oft bekommt man gesagt: „Du hast es gut mit deinen schönen Dingen, den tollen Messen und den interessanten Menschen“. Es ist nicht immer ganz so, aber im Grunde haben sie Recht.

Hier sind die ersten Impressionen von der #immcologne 2018 Unsere Hersteller aus Italien, Holland, Frankreich und aus...

Posted by Cramer Möbel + Design on Dienstag, 23. Januar 2018

Prozess der Markenauswahl?
Zunächst einmal muss eine neue Kollektion eine Lücke in unserem Portfolio schließen können. Manchmal genügt es aber auch, etwas ganz Besonderes zu sein. Aber auch dann müssen bestimmte Parameter erfüllt werden: Dazu zählen neben gutem Design natürlich auch eine sinnvolle Gebräuchlichkeit und Produktqualität. Zum Glück sind wir in der Situation uns von den vielen guten Dingen die es gibt, immer nur die besten auswählen zu können, sodass beispielsweise minderwertige Containerware aus Fernost bei uns keine Chance hat. Ein sehr wichtiges Kriterium ist jedoch auch absolute Zuverlässigkeit der Lieferanten, denn alle nicht eingehaltenen Zusagen und Qualitätsversprechen fallen direkt auf uns zurück und beschädigen damit unser mühsam aufgebautes Image. Das trifft gerade Hanseaten wie mich besonders hart.

Trends?
Es bleibt gemütlich und farbenfroh. Der Trend zu hochwertigen Materialien, wie Holz und Leder, die aufwändig verarbeitet werden, ist ungebrochen. Außerdem Retrochic der 50er Jahre und viel Vintage − bei den preiswerten Anbietern nachgemacht, bei Profis wie uns natürlich echt. Messing und Kupfer sowie künstlich gealterte Metalle werden gern und oft eingesetzt. Bei den Italienern ist dunkler Marmor wieder verstärkt erkennbar. Bei den Stoffen sind nach wie vor Samt und Velours starke Themen, die Hölzer bleiben dunkel − in aller Regel Nussbaum oder gebeizte Eiche. Bei den Farben sind neben allen Naturfarbtönen vor allem Grün und Blau im Kommen.

Einrichtungstipps?
Zunächst einmal: weglassen, weglassen, weglassen. Um ein schönes Möbel richtig wirken zu lassen, benötigt es Freiraum. Man sollte sich daher Zeit nehmen und die Einrichtung langsam wachsen lassen. Sehr wichtig ist es auch, ausschließlich hochwertige Materialien einzusetzen. Was man im ersten Moment vielleicht nicht immer sieht, bestätigt sich im Gebrauch. Grundsätzlich sollten in einer guten Einrichtung immer „Störer“ eingebaut werden, die polarisieren: beispielsweise ein weißer Lacktisch kombiniert mit kuscheligen Stühlen oder ein antiker Holztisch mit modernen, weißen Kunststoffstühlen. Oder mischen Sie Ihre neue Einrichtung mit alten Dingen, die Sie lieben oder an denen Sie hängen. Ein Gründerzeit-Vitrinenschrank mit Familienstory oder eine einfache alte Militärholzkiste neben einem modernen Sofa machen die Einrichtung erst interessant. Lassen Sie sich nicht auf das mainstreamige Innenarchitekteneinerlei ein und haben Sie Mut zur Kombination.

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Dauerbrenner?
Im vergangenen Jahr haben sich das Sofaprogramm „Turner“ und das Drahtseilregal „Graduate“, beide von Molteni, als beliebte Klassiker etabliert. Echte Dauerbrenner sind auch die Möbel aus unseren eigenen Manufakturen, darunter die Schrank- und Bibliothekssysteme „Atrium“ und „Publicum“.

Lieblingsdesign?
Als Möbelprofi bekommen wir ständig neue Impulse. Dennoch lege ich mich für den Moment gerne auf den Sessel „Take a Line for a Walk“ von Alfredo Häberli für Moroso fest. Ein klassisches Möbel, der Ohrensessel, wurde hier meisterhaft und modern interpretiert.

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