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Design zum Welt verbessern

Auch 2019 wurde der Lucky Strike Junior Designer Award in fünf Kategorien verliehen. Von Mode für Menschen mit Down-Syndrom bis Pastikmüll-Recycling, hier kommen die Ideen von morgen.

Brauchen Menschen mit Down-Syndrom besondere Kleidung? Ja, findet Martha Berwanger und tüftelte eine Kollektion aus, die ihren Trägerinnen und Trägern das Leben erleichtern soll. Dabei geht es der Studentin der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin nicht um optische Unterscheidung – Marthas Mode ist „cool“ und trendversiert. Doch was die Handhabe angeht, packt sie eine Schippe drauf: durch ein neues Größensystem und alternative Verschlussvarianten. „Der Arbeit liegt eine umfangreiche Forschung zugrunde“, lobte Professorin Grit Seymour in ihrer Laudatio. „So ist eine attraktive Kollektion entstanden, die dazu beiträgt, Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein zu stärken und die Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft zu erhöhen.“

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Ebenso wie vier Mitbewerberinnen und Mitbewerber erhielt die Studentin den Lucky Strike Junior Designer Award, der mit insgesamt 10.000 Euro Preisgeld dotiert ist und dem Design-Nachwuchs eine Plattform geben soll. Denn dessen visionäre Arbeiten sind weit davon entfernt, sich bloß mit schöner Gestaltung zufriedenzugeben; sie wollen die Welt zu einem lebenswerteren Ort machen – auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. So musste sich Martha Berwanger ihren Award mit einer Kommilitonin ihrer Uni teilen:  Nathalie Weber, die mit „Feinfühlig. Eine Kollektion für hochsensible Menschen“ gewann. Ein Thema, das rund 20 Prozent der Weltbevölkerung betrifft, Tendenz steigend. Jury-Mitglied Dr. Angela Schönberger würdigte besonders die smarten Materialen: „Natürliche, nachhaltige, antibakterielle und Elektrosmog abweisende Stoffe, die einen Wohlfühlraum und eine Schutzhülle bieten. Im Zeitalter von Cyber-Kriminalität bewahrt zudem der Einsatz abschirmender Materialien die Smartphones, Kreditkarten und Keyless-Go-Schlüssel vor Datenklau.

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Auch die weiteren Kategorie-Gewinner zeigten, dass Greta Thunberg nicht allein ist: Changyang Yan entwickelte ein Messgerät zur Wasserregulierung für chinesische Kleinreisbauern. Stefanie Grawe erforschte, inwieweit der kreative Schaffensprozess einer Musikerin/eines Musikers durch den Einsatz künstlichintelligenter Software unterstützt – oder eben kontrolliert – wird. Das fünfköpfige Sieger-Team der Muthesius Kunsthochschule Kiel erarbeitete eine Studie zur Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs auf der Kieler Förde. Ziel: eine nachhaltige Mobilitätskette zu entwickeln, die dem umweltbelastenden Stadtverkehr eine Alternative bietet. Und Enis Akiev gewann mit einem Projekt, das sich der Plastikschwemme in der Natur annimmt: Mittels einer Synthese aus Leichtkunststoffabfällen und geologischen Bestandteilen kreierte sie ästhetische Plattenmaterialien. Alexander Garbe, Inhaber von stilwerk und Vorstandsvorsitzender der Raymond Loewy Foundation, die den Preis stiftet, zeigte sich jedenfalls sehr zufrieden: „Design bleibt eine Chance, um auf die Gestaltung gesellschaftlicher Belange Einfluss zu nehmen.“

Dies ist ein Beitrag aus dem stilwerk Magazin „Living intensified“  verfasst von Natali Michaely. Die aktuelle Ausgabe des stilwerk Magazins erhalten Sie an den stilwerk Standorten Berlin, Düsseldorf und Hamburg sowie im ausgewählten Zeitschriftenhandel.

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