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Eero Aarnio

Im Rahmen der Stockholm Design Week präsentierte das Design Museo Helsinki im Kulturhuset Stadsteatern der schwedischen Hauptstadt eine Ausstellung zur finnischen Ikone Eero Aarnio. Wir stellen den Designer vor. 

2017 feiert Finland 100 Jahre Unabhängigkeit. In diesem Zuge werden auch die herausragenden Designer, Gestalter und Persönlichkeiten des Landes vorgestellt. So zum Beispiel auch der Pionier des Kunststoffdesigns Eero Aarnio, dem 1966 mit dem „Ball Chair“ seinen Durchbruch gelang.  In Kooperation mit dem National Museet Stockholm präsentierte das finnische Design Museum während der Stockholm Design Week im Kulturhuset Stadsteatern in der schwedischen Hauptstadt eine Ausstellung rund um den Designer. Ein Blick auf über 50 Jahre Designgeschichte.

Der Designer
Vom Zahnstocher bis zum Haus, in dem er lebt, hat Eero Aarnio so ziemlich alles entworfen. Aarnio, wurde 1932 in Helsinki geboren und begann sein Berufsleben zunächst als Fotograf. Von 1954 bis 1957 studierte er schließlich doch Industriedesign und arbeitete neben seinem Studium für die bekannten finnischen Designer Ilmari Tapiovaara und Antti Nurmesniemi. 1962 begann er als Designer zu arbeiten und gründete sein eigenes Büro. Hier entstand ein Jahr später auch der wohl bekannteste Entwurf des finnischen Designers: der „Ball Chair“. Der kuriose Kugelsessel wurde 1966 auf der Kölner Möbelmesse präsentiert und hatte sofort großen Erfolg.

Der Finne entwarf ein paar Jahre später den „Bubble Chair“ (1968), eine Variante des „Ball Chairs“ zum an die Decke hängen. Es folgten „Pastil Chair“ (1968) und „Focus Chair“ (2002), „Parabel Table“ (2002), Kinderspielzeug (2003-2013) – aber kein Design wurde je so erfolgreich wie der „Ball Chair“, der Auftritte in mehreren Filmen hatte (u.a. Men in Black, Dazed and Confused) und es viermal aufs Cover des Playboy schaffte (u.a. mit Schauspielerin Carmen Electra).

Der Kultsessel und andere Gute-Laune-Möbel von Eero Aarnio sind übrigens heute zum Beispiel im Pariser Centre George Pompidou, im New Yorker Museum of Modern Art, im Londoner Victoria and Albert Museum oder im Amsterdamer Stedelijk Museum ausgestellt und auch als Miniatur im Vitra Design Museum in Weil am Rhein zu sehen. Falls Sie mal Platz nehmen wollen: „Ball Chairs“ schmücken die Eingangshalle des „Dolce La Hulpe“, einem Luxushotel am Stadtrand von Brüssel (dolcelahulpe.com, Zimmer ab 115 Euro) und die Zimmer des Münchner Low-Budget-Design-Hotels „Cocoon“ (hotel-cocoon.de, Zimmer ab 69 Euro).

Während Aarnio mit seinen knalligen Plastikkreationen in der Welt berühmt wurde, entwarf er in der Heimat hauptberuflich für Martela, Finnlands größten Büromöbelhersteller, Produkte aus Holzfurnier. Aarnio trägt übrigens immer eine Pocketkamera bei sich, wenn er unterwegs ist. „Um Inspirationen für meine Arbeit einzufangen", sagt er. Aarnio und seine Frau leben im finnischen Veikkola.

Eero Aarnio gehört zu den ersten finnischen Designern, der sich mit künstlichen Materialien wie Fiberglas, Acryglas oder Plastik auseinandersetzte. 

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