#einefragedesdesigns: Andreas Kowalewski

Andreas Kowalewskis Entwürfe sind auf das wesentliche reduziert und seine Arbeiten wurden bereits mehrfach international ausgezeichnet. Mit stilwerk spricht der Jungdesigner über seine Anfänge, den eigenen Stil und seinen Lieblingsplatz zu Hause.

Andreas Kowalewski, geboren in Berlin, gehört zu den viel beachteten aufstrebenden Nachwuchstalenten unserer Zeit. Nach seiner Schreinerlehre studiert er an der Folkwang Universität der Künste in Essen und schloss 2006 mit dem Master in Industrial Design ab. Sechs Jahre und verschiedene Ausstellungen auf der DMY in Berlin, der imm in Köln und im MARTA Museum in Herford später, gründete er 2012 sein eigenes Designstudio in seiner Wahlheimat Amsterdam.

Mit Entwürfen wie der „Flow“-Leuchte für Normann Copenhagen, dem „Wedge“-Beistelltisch für Caussa oder den Couchtischen „Falda“ und „Piani“ für ligne roset trifft er immer wieder den Nerv der Zeit. Das beweisen auch seine internationalen Auszeichnungen wie der reddot Design Award oder der iF Product Design Award.

Der Einsatz neuer Technologien, die Funktionalität des Produktes sowie ein reduziertes Erscheinungsbild zeichnen Kowalewski in seiner Arbeit aus. Mit stilwerk spricht der Jungdesigner über seine Anfänge, den eigenen Stil und seinen Lieblingsplatz zu Hause:

Initialzündung?
Schon als ich klein war, interessierte ich mich für Kunst, Zeichnungen und dafür, die Dinge selbst zu machen. Meine Eltern haben das immer unterstützt. Ich denke, so haben sie auf Ihre Art die Grundlage für meine Berufswahl geschaffen. Nach dem Abitur stellte ich schnell fest, dass ich nur in kunstbezogenen Dingen wirklich gut war. Ich wollte dann eigentlich etwas mit Architektur machen, entschied mich aber dazu, erst einmal zu lernen, wie Dinge gebaut werden. Deshalb  begann ich eine Ausbildung zum Schreiner. Während dieser Zeit beschäftigte ich mich intensiver mit dem Thema Industriedesign und kam so schließlich zu meinem Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Liebstes Designstück im Alltag?
Mein Fahrrad. Damit fahre ich jeden Tag durch Amsterdam.

Lieblingsplatz zu Hause?
Mein Küchentisch, weil er im Zentrum meines Hauses steht und die Menschen, die mir wichtig sind, zusammenbringt. Der Tisch ist ein altes Stück aus der Gründerzeit, das ich von meinen Eltern geerbt habe. Ich saß also schon als Kind immer an diesem Tisch.

Kreativster Ort?
In den meisten Fällen ist das wohl am Schreibtisch in meinem Studio. Am besten früh morgens, wenn der Kopf klar ist.

Helden?
Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich heute konkrete Helden hätte. Klar, als Teenager hatte ich Idole – ich wollte Rockstar werden! Heute bin ich eher beeinflusst von den Menschen, die mich täglich umgeben. Um trotzdem ein paar Namen zu nennen: Ich fand schon immer die Arbeiten von Designern wie Buckminster Fuller oder Achille Castiglioni unglaublich inspirierend. Ihre Art zu denken und Ideen umzusetzen... das hat mich immer begeistert. Auch zeitgenössische Kunst und moderne Technologien beeinflussen mich stark.

Lieblingsmaterial?
Grundsätzlich interessiert mich die Arbeit mit Naturmaterialien wie Holz, Glas, Porzellan und Co. am meisten. Aber ein neues Material, mit dem ich noch keinerlei Erfahrungen habe, ist deutlich aufregender. Das erlaubt mir zu experimentieren und Neues zu entdecken.

Stil?
Bei meiner Arbeit geht es mir in erster Linie darum, etwas zu schaffen, das einen Mehrwert hat und die Fantasie anregt. Ich versuche die Komplexität jedes meiner Produkte zu reduzieren und so wenig Material wie möglich zu verbrauchen. Das sorgt für eine einfache und klare Designsprache, die von der Funktion, der strukturellen Logik und den Möglichkeiten die Material und Herstellungsprozess bieten, ausgeht. Es geht mir darum, das Wesentliche eines Objektes herauszustellen, um dessen Wert in den Mittelpunkt zu stellen. Trotzdem versuche ich natürlich immer, eine gewisse Ästhetik und Freundlichkeit mit in die Entwürfe einfließen zu lassen, damit meine Produkte einladend, einfach menschlich nahbar bleiben.

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