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#einefragedesdesigns: Christoph Winkler

Der Hamburger Architekt Christoph Winkler spricht über seinen Weg zur Architektur, Kreativität und wer seine Helden wären.

Architekt Christoph Winkler, geboren 1961 in Hamburg, studierte in seiner Heimatstadt Architektur. Seinen Weg dort hin fand er über Umwege – denn eigentlich wollte er Künstler werden. Einer Passion, der er bis heute nachgeht. Nach Tätigkeiten bei dem Architekturbüro Haus-Rucker-Co Düsseldorf und als freischaffender Filmarchitekt für Spielfilm und Werbung, gründete er das HAmburger Büro SEHW Architekten mit zwei Partnern. Nebenbei geht er diversen Jurytätigkeiten nach, ist Kuratoriumsmitglied der Gesellschaft Harmonie von 1789, Vorstand der Hans-Jürgen Werner Stiftung für Kunst, Kultur und Denkmalschutz, ist Mitglied der Hamburger Kunstkommission und Vorsitzender des Vorstandes Hamburger Architektur Sommer e.V. Außerdem ist er einer der Speaker unseres Architekturnetzwerks „ReFraming Architecture“. Wir haben die Gelegenheit genutzt und Christoph Winkler einige Fragen gestellt.

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Initialzündung?
Ich fing an in München Philosophie und Kunstgeschichte zu studieren, arbeitete bei einem Bildhauer, brach dies aber ab und wollte dann Freie Kunst studieren. Leider wurde ich mit meinen Bewerbungsmappen weder an der HdK in Berlin noch an der HfbK in Hamburg angenommen. Daraufhin habe ich mich mittels Numerus Clausus mit zwei Wartesemestern an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg für Architektur beworben, da ich weiterhin die Nähe der Kunst suchte. Dies glückte dann endlich 1993. Damit war ich sehr zufrieden, das Architekturstudium machte großen Spaß, ich war nahe an der Kunst und hatte große Freiheiten auch interdisziplinär zu arbeiten. Dieses Privileg habe ich dann auch zehn Jahre an der Hochschule genossen. Eine letzte Bestätigung dieses Weges für mich war eine Tätigkeit bei den Künstlern und Architekten von Haus-Rucker-Co in Düsseldorf, deren Gradwanderung zwischen Kunst und Architektur mich sehr beeindruckte. Nach dem Studium ging ich direkt in die Selbständigkeit. Die Kunst war und ist bis heute durch verschiedenste Aktivitäten ein treuer Begleiter. Als Mitglied der Hamburger Kunstkommision und mein Engagement beim Hamburger Architektur Sommer versuche ich auch aktuell Kunst im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu fördern.

Lieblingsdesignstück im Alltag?
Die Tongefäße aus der Werkstatt meiner Frau und mein Schreibtisch, der Unistandardtisch vom Atelier Alinea, den ich sowohl im Büro, als auch zu Hause habe.

Lieblingsplatz zu Hause?
In der Küche unseres Hauses mitten in der Familie. Dort arbeite ich am liebsten, auch wenn es meine Frau und die Kinder bisweilen nervt.

Kreativster Ort?
Wo ich am kreativsten bin, weiß ich gar nicht, aber wann. Wenn der Druck besonders groß ist oder ich völlige Freiheit und keinen Druck habe, beispielsweise wenn man in den Ferien weit weg ist.

Helden?
Ich habe keine Helden, aber es waren Künstler. Architekten, Musiker oder Filmemacher, die mit konsequenter Haltung, aber auch mit Charakter und Anstand ihren Weg gegangen sind und die mich maßgeblich beeindruckt haben. Diese zu benennen würde jetzt zu weit führen. Zukünftige Helden werden die sein, die die Zukunft der Welt gegen allen Widerstand in die richtige Richtung lenken.

Markanter Wohnort?
Das Haus in dem ich mit meiner Familie lebe. Wir haben es vor 14 Jahren gebaut und es hält bei einer Überprüfung meiner Ansprüche an gute Architektur immer noch stand, für mich ist es schon jetzt ein Klassiker.

Stil?
Ich fühl mich der Moderne verpflichtet, sie ist eine wesentliche Errungenschaft deutscher Baukultur. Aber die Eigenheiten des Ortes, Tradition, regionale Besonderheiten und das Maß versuch ich immer im Auge zu behalten. Es gilt Bewährtes nicht um jeden Preis neu zu erfinden und die richtige Idee nicht eigener Markenbildung zu unterwerfen. Modische Attitüden sollten auch in 50 Jahren noch darüber hinaus gehende architektonische Qualitäten aufweisen.

#einefragedesdesigns

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