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#einefragedesdesigns: Eva Harlou

Eva Harlou steht hinter den Entwürfen des dänischen Designlabels Mater. Mit uns spricht die Architektin und Designerin über ihre Anfänge, Kreativität und Lieblingsplätze.

Eva Harlou, 1977 in Skanderborg/Dänemark geboren, studierte an der Aarhus School of Architecture. Nach ihrem Studium war sie für das Kopenhagener Büro 3XN tätig, bevor sie 2006 ihr eigenes Studio gründete. In ihren Projekten wie dem „Circle House“, dem „Z House“ oder dem „Star House“ interpretiert die Architektin klassische geometrische Formen immer wieder neu. Für sie muss Architektur immer einem klaren, verständlichen Konzept folgen und dabei funktional, langlebig und schön sein. Seit 2014 gestaltet Harlou mit ihrem Designbüro „Earth Studio“ auch Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires für Marken wie Rosendahl und Mater. Für letztere übernahm Harlou auch federführend die Konzeption des Interior Designs für den neuen Concept Store im stilwerk Hamburg. In der Mater Earth Gallery werden Materialien und Herstellungsprozesse des dänischen Designlabels vorgestellt und neben der aktuellen Kollektion an Kleinmöbeln und Leuchten auch eine Auswahl an Keramiken, Textilien, Lifestyle-Büchern, Bio-Tees und Düften präsentiert. 

Neben ihrer Karriere als Architektin und Designerin war Harlou seit 2012 als Vorstandsmitglied der Aarhus 2017 Foundation tätig, die für die Gestaltung des Großevents zur Feier der Auszeichnung „European Capital of Culture“ für die Stadt Aarhus in 2017 verantwortlich war. Weiterhin übernahm Harlou bei verschiedenen skandinavischen TV-Serien die Moderation – darunter verschiedene Architekturformate wie „The Architect‘s Home“, „Outstanding Houses of the North“, „Denmark’s Greatest Home“ oder „The Holiday Home“ sowie die Casting Show „The X-Faktor“.  

Mit stilwerk spricht Eva Harlou im Zuge der Eröffnung der von ihr konzipierten Mater Earth Gallery im stilwerk Hamburg über Ihre Anfänge, Kreativität und Lieblingsplätze.

Initialzündung?
Schon seit ich klein war, hatte ich eine natürliche Affinität zu Architektur- und Designthemen – kein Wunder, denn ich wuchs in einer kreativen und designbegeisterten Familie auf. Meine Eltern haben mir gezeigt, was gutes Design ist und mir viel über die großen Architekten erzählt. Da war es eine leichte Entscheidung, Architektur zu studieren. Angefangen habe ich als bauende Architektin, inzwischen leite ich das Designbüro „Earth Studio“ und fokussiere mich auf Interior und Möbeldesign.

Liebstes Designstück im Alltag?
Mir gefällt die „Double Bottle“, die für das dänische Designlabel Mater entstanden ist. Bei uns zuhause benutzen wie sie, um gleichzeitig Getränke für Erwachsene und Kinder zu servieren. Dabei spielen wir mit Farben und Geschmacksrichtungen. Die „Double Bottle“ ist ein verspieltes und zugleich funktionales Objekt und ich liebes es, wenn Design das beides sein kann.

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Lieblingsplatz zu Hause?
Tatsächlich der Eingangsbereich: Ein recht schmaler Korridor mit fünf Türen, die in die Wohnräume und das Badezimmer führen. Der Flur ist der Ort, der das ganze Appartement physisch und optisch zusammenbringt; wo wir unsere Gäste begrüßen und uns selbst auf das Verlassen der Wohnung vorbereiten. Wir haben den „Grace Mirror“ von Mater im Flur aufgestellt, wodurch der Raum viel großzügiger wirkt. Morgens sitzen wir dann alle auf der dazugehörigen Bank und ziehen unsere Schuhe an. Mir gefällt es, wenn ein Zuhause voller Leben – voller Menschen – ist. Erst dann werden Architektur und Design für mich lebendig.

Kreativster Ort?
Ich fühle mich ständig inspiriert. Viele meiner Entwürfe sind ein Ergebnis meines Alltags. Ideen finde ich überall – wenn ich mit dem Fahrrad durch die Stadt fahre oder wenn ich mit meinen Kindern im Wald spiele. Ich bin kein Design-Fashion-Addict und finde es viel spannender, neue und bessere Wege zu entdecken, als in Zeitschriften zu blättern. Ich stöbere auch gern durch Bau- und Bastelmärkte, besuche Werkstätten und schaue mir all die verschiedenen Komponenten, Materialien und Werkzeuge an, um dann mit neuen Designs zu experimentieren. Egal wohin ich gehe, ich habe immer ein Notizbuch, einen Bleistift und ein Maßband in meiner Handtasche.

Helden?
Ich war schon immer ein großer Fan von Le Corbusier. Seine beeindruckenden Bauten, sein Idealismus, seine kraftvolle Zukunftsvision des Funktionalismus in Architektur und Design.

Lieblingsmaterial?
Wir verwenden immer noch jede Menge Holz in unseren Möbelentwürfen, aber im Vergleich zu anderen skandinavischen Architekten, arbeiten wir viele andere Materialien. Dabei liegt der Fokus bei uns immer auf der Nachhaltigkeit der Rohstoffe. Bei Earth Studio experimentieren wir mit neuen umweltfreundlichen Materialien; arbeiten an neuen Stoffen und suchen neue Nutzungsmöglichkeiten für bereits bekannte Materialien. Aktuell nutzen wir zum Beispiel recyceltes Plastik für die Herstellung von Arbeitsplatten und verschiedene Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie, darunter das Holz von ausrangierten Mangobäumen, für unsere Möbelstücke. Die Arbeit mit diesen neuen Materialien ist zwar eine Herausforderung, aber wir machen keine Kompromisse, wenn es um Funktion, Qualität und Ästhetik geht.

Stil?
Als Architekten und Designer stehen wir sozusagen immer auf den Schultern unserer Kollegen. Und es gab wirklich schon so viele gute Architekten und Designer in der Geschichte! Ich strebe also danach, das Beste aller Stilperioden in meine Arbeit einfließen zu lassen und hoffe, dass meine Entwürfe als funktional, einzigartig und lebensfroh wahrgenommen werden.

#einefragedesdesigns

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