stilwerk_einefragedesdesigns_junglas_marsetz_stage_04

#einefragedesdesigns: Junglas & Marsetz

Seit 1895 steht die Marke BRETZ für unkonventionelles Polsterdesign „Made in Germany". Für die Möbelmesse in Köln entwickelten die Designerinnen Dagmar Marsetz und Pauline Junglas ein Konzept unter dem Motto „A Bigger Splash" und sprechen mit stilwerk über ihre Anfänge, Lieblingsplätze und Helden.

Jedes Sofa, jeder Sessel, jedes Bett und jedes Kissen ein handgefertigtes Unikat: Seit mehr als 120 Jahren steht das Familienunternehmen BRETZ für außergewöhnliche Möbel „Made in Germany“. Die Drahtmatratzenfabrik im rheinhessischen Weindorf Gensingen bei Mainz wird heute von den beiden Urenkeln des Gründers – den Brüdern Hartmut und Norbert BRETZ – geführt. Mit ihren bunten unkonventionellen und phantasievollen Designs wie dem „Ohlinda“-Sofa eroberten die jungen „BRETZ Brothers" die 1990er Jahre.

Auf der imm Cologne 2017 präsentierte sich die traditionsreiche Designmarke unter dem Motto „A Bigger Splash“ und bezog sich damit auf eine Neuinterpretation des Stils des Kaliforniens der 1960er Jahre. Einen Eindruck davon können Sie sich in diesem Video machen. Das Konzept stammt aus der Feder der jungen Designerinnen Pauline Junglas und Dagmar Marsetz. In Anlehnung an das Messemotiv wurden dabei Sofas und Sessel im grafisch umgesetzten Pool zu Luftmatratzen transformiert und die unkonventionellen Polstermöbel von BRETZ in Kontrast zu industriell-strengen Betonfassaden der Mid Century-Architektur in Szene gesetzt. Damit entspricht BRETZ seinem Unternehmensethos: Aus vorgegebenen Normen auszubrechen, Neues und Unerwartetes zu schaffen und damit das Lebensgefühl ihrer Kunden mit Humor und Verstand zu unterstützen. 

Mit stilwerk sprechen die BRETZ-Designerinnen Junglas und Marsetz über ihre Anfänge, Lieblingsplätze und Helden.

Initialzündung?
Pauline Junglas: Ich  bin, gerade durch meine Mutter, mit Design und Kunst aufgewachsen. Schon früh bin ich mit ihr zusammen auf Messen gegangen. Diese Welt hat mich sofort fasziniert und hält mich bis heute gefangen. Meine Horrorvorstellung war es immer, später einen Job zu machen, der mich nach zwei Jahren langweilt und nicht mehr herausfordert. Mit Design ist das ganz anders: Gestaltung ist für mich ein unablässiges suchen, sich verirren, etwas finden, verwerfen, neu machen oder zur ersten Idee zurückkehren... Das ist spannend, frustrierend, erhebend und so vieles mehr – aber eben niemals langweilig.

Liebstes Designstück im Alltag?
Dagmar Marsetz: Mein altes Grundig-Radio „Yacht Boy 1100“ in meinem Badezimmer. Am Morgen einfach unverzichtbar.

Pauline Junglas: Für mich ist es mein Auto – mein Smart. Er bringt mich sicher von A nach B und jeden Abend freue ich mich über tausend Parkplatzmöglichkeiten, während die anderen noch suchen. So spart mir mein kleines Auto sogar noch jede Menge Zeit.

Lieblingsplatz zu Hause?
Dagmar Marsetz: Ganz klar: Die Küche. Dort kommt alles Gute zusammen: Essen, Gespräche, Rückzug…

Pauline Junglas: Bei mir in der Wohnung gibt es eine Art große Diele, von der aus alle anderen Räume abgehen. In der Mitte dieser Diele steht ein großer runder Esstisch, der sowohl den räumlichen, als auch den sozialen Mittelpunkt der Wohnung bildet und auf dem immer frische Blumen stehen. Um diesen Tisch stehen komplett unterschiedliche Stühle und all meine Freunde haben ihren eigenen Lieblingsstuhl an diesem Tisch, wodurch es manchmal zu „liebevollen“ Streitigkeiten kommen kann.

Kreativster Ort?
Dagmar Marsetz: An (m)einem Schreibtisch. Dort kehrt Ruhe ein und alle Einflüsse aus den unterschiedlichsten Inspirationsströmungen kommen zusammen.

Pauline Junglas: Das ist eine schwierige Frage, denn mit der Kreativität ist es so eine Sache… Sie ist wie eine Katze: Kommt immer dann, wenn sie will, aber nicht unbedingt, wenn sie muss und taucht zuweilen an ungewöhnlichen Orten auf!

Helden?
Pauline Junglas: Gestalterisch? Die britischen Architekten Archigram. Den Blick auf die Zukunft gerichtet, haben sie sich getraut, etwas völlig Neues und Gewagtes auszuprobieren und über den Tellerrand hinaus zu sehen. Mutige Persönlichkeiten eben. Mit ihren Ideen, die für mich immer noch oder eben gerade heute aktueller denn je erscheinen, und natürlich mit Ihrer Art der Architekturdarstellung haben sie mich sehr inspiriert. Architektur trifft Comic, collagierte Welten, Poesie.

Stil?
Dagmar Marsetz: Bei mir vereint sich ein bunter Mix aus Memphis, Minimalism und Mid Century Modern Design.

Pauline Junglas: Ich würde meinen Wohnstil als emotional bezeichnen, da Flohmarktschätzchen neben Design-, Fund- und Herzstücken eine wunderbare Symbiose eingehen, die meinen Charakter widerspiegeln, der auch nicht nur schwarz oder weiß ist, sondern so viel mehr.

News
14.09.2018
Places to See: VIVOOD
Zwischen den Gipfeln der Sierra d' Aixorta und der Sierra de Serella, in einem Tal über dem Stausee...
News
04.10.2018
Arthotel Blaue Gans | Wittmann
Das älteste Gasthaus Salzburgs wurde 2018 renoviert. Für die Innenausstattung der neuen Appartements...
News
20.01.2019
64/100 | Siebschale von Theodor Bogler/Hedwig Bollhagen
Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 Dinge aus dem faszinierenden...
News
13.01.2019
63/100 | Laccio von Marcel Breuer
Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des bauhauses stellen wir 100 Dinge aus dem faszinierenden bauhaus Repertoire vor. Darunter auch der Tisch „Laccio“ von Maracel Breuer. Marcel Breuers erste Stahlrohrkreation überhaupt: der Kufentisch „Laccio“ von 1925/26, der noch heute in seiner ersten Funktion als Hocker in der Kantine des Dessauer...
News
11.01.2019
Design Post | Recycled Architecture
Hier geht die Post ab – der zweite Frühling der einstigen Wagenhallen des Paketpostamts in Köln-Deutz: ein Showroom für Design-Produkte. Doch die Vergangenheit darf im Industriecharme des Gebäudes stylish weiterleben. In der Serie Recycled Architecture widmet sich stilwerk architektonischen Fossilien, die dank großer Visionen wieder zum Leben erwachen...
News
09.01.2019
stilwerk goes hospitality
Mit der Erweiterung des seit mehr als 20 Jahren erfolgreichen stilwerk Konzeptes um den Bereich Hospitality verfolgt stilwerk gemeinsam mit seinen...

Schön, dass Sie da sind!

stilwerk schenkt Ihnen die limitierte Auflage des neuen stilwerk Magazins „anders“. Sie müssen sich dafür nur zum stilwerk Newsletter anmelden und wir schicken Ihnen Ihr persönliches Exemplar direkt nach Hause.*
So erfahren Sie zukünftig alles exklusiv und aus erster Hand: Trends, Ausstellungen, Verlosungen oder Events – in Berlin, Düsseldorf und Hamburg lässt sich immer etwas Neues entdecken.
Für stilwerk ist Design alles. Jeden Tag. Rund um die Uhr.

*Die Teilnahmebedingungen zu der Aktion finden Sie hier ›.

Jetzt noch ein paar Details…

Zurück

Willkommen im stilwerk!

Nur noch ein Klick, dann sind Sie dabei.
In Kürze erhalten Sie eine personalisierte E-Mail mit einem Bestätigungslink und der Möglichkeit, Ihre Daten zu vervollständigen.
Wir freuen uns.

Fehler