#einefragedesdesigns: out for space

Inspiriert von der Natur, traditionellem Handwerk und neuen Technologien setzt das Allgäuer Designbüro out for space höchste Standards in der Herstellung nachhaltiger Materialien und innovativer Produkte. Mit stilwerk spricht out for space Gründer Julian Reuter über seine Initialzündung, Heldin und Stil.

out for space, bestehend aus Julian Reuter, Peter Kraft, Moritz Köhn, Felix Horn, Miriam Bröckel und Felix Wurster, ist ein junges Designbüro aus dem Allgäu. Büro und Werkstatt des sechsköpfigen Teams befinden sich in dem kleinen Luftkurort Kißlegg. Dort sind traditionelles Handwerk und fortschrittliche Industrie gleichermaßen zuhause.

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Durch die Verbindung von Forschung und Gestaltung geht das Designteam einen neuen Weg in der Entwicklung nachhaltiger Produkte. Inspiriert von der Natur, traditionellem Handwerk und neuen Technologien setzt out for space höchste Standards in der Herstellung nachhaltiger Materialien und innovativer Produkte. Gemeinsam entwickelten sie den Werkstoff karuun® – aus welchem auch die komplette kc collection gefertigt ist. karuun® ist ein natürlicher, schnell nachwachsender Holzwerkstoff, der aus farblich durchspritzem Rattan hergestellt wird. Die patentierte Technologie ermöglicht eine optische und funktionelle Erweiterung von Rattan und stellt dadurch eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Materialien dar, wobei es gleichzeitig zum Erhalt des Regenwaldes beiträgt. Die karuun® Produkte und der Werkstoff werden in Indonesien produziert – um eine enge Zusammenarbeit zu gewähren, reist das Designteam in regelmäßigen Abständen zu seiner Partnerwerkstatt vor Ort.

Mit der Materialinnovation karuun® Furnier konnte das junge Designteam bereits die Jury des Interzum Awards für sich gewinnen und erhielt den interzum Award 2017 „Best of the Best“ in der Kategorie „intelligent material & design“ – nicht von ungefähr: Das Furnier ist komplett 3D-formbar und bietet somit ganz neue Möglichkeiten für den Möbelbau und die Industrie. Ebenfalls wurde der Rattan-Werkstoff mit dem German Design Award 2016 in Gold ausgezeichnet und das Team von out for space erhielt beim Gründerpreis Baden Württemberg für die Materialinnovation den dritten Platz.

Des Weiteren hält das Allgäuer Sechser-Team out for space noch eine zweite Marke parat: „Neue Werkstatt“. Die Inspiration: Eine Werkstatt ist schon immer ein Ort, an dem langlebige und reparierbare Produkte mit universellen Maschinen hergestellt werden. Durch enge Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben aus dem Allgäu entstehen ehrliche Produkte, die sich durch hohe Qualität, ökologische und transparente Herstellung auszeichnen, wie beispielsweise das Steckbett „NW 2“, welches aus Allgäuer Fichte in Handarbeit durch lokale Betriebe gefertigt wird.

Wir hatten die Möglichkeit, uns mit Julian Reuter, einem der beiden Gründer von out for space, über seine Initialzündung, Heldin und Stil zu unterhalten.

Initialzündung? 
Die Initialzündung zum Design kam wahrscheinlich in meiner Kindheit, welche ich in einem winzigen Dorf im Allgäu verbringen durfte. Entertainment und Playground waren die umliegende Natur. Spielzeug wurde schon als Kind selbst entworfen und irgendwie umgesetzt. Dabei war es entscheidend, dass es als Kind noch keine Regeln gab und bis kurz vor meinem Studium der Begriff Design eher fremd für mich war. Durch ein Praktikum während meines Studiums bei Ingo Maurer in München habe ich den Mut zu experimenteller Arbeit wieder kennengelernt. Sich einem Problem wie ein Kind zu nähern, öffnete bekannte Freiräume und machte Spaß zugleich. Diese beiden Gemeinsamkeiten waren vermutlich auch Auslöser dafür, ein traditionsbehaftetes Material wie Rattan mit neuen Augen zu betrachten.

Liebstes Designstück im Alltag?
Mein erstes Auto war ein Golf II. Bis heute bin ich von der Erscheinung und Funktionalität begeistert. Gerade in einer sich wandelnden Automobilbranche könnte sich die Industrie wieder mehr auf alte Tugenden zurückbesinnen.

Lieblingsplatz zu Hause?
Im Sommer in meinem Obstgarten und im Winter vor meinem Holzofen.

Kreativster Ort?
Im Bett.

Helden?
Heldin ist für mich meine Oma. Trotz all ihrer Erlebnisse mit 94 Jahren hat sie immer ihren Humor behalten und ihre stetige Zuversicht und Zufriedenheit inspiriert mich jedes Mal, wenn ich sie sehen darf!

Lieblingsmaterial?
Das zukunftsweisende Material karuun® natürlich.

Stil?
Prozesse und Ansprüche aus der Natur prägen meinen Stil. Ich glaube, dass Bauhaus-, Memphis- oder ein Landhaus-Stil ebenfalls durch Einflüsse aus der Natur entstanden sind.

#einefragedesdesigns

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