#einefragedesdesigns: Wilfried Lembert

Seit 18 Jahren ist er mit seinem Store minimum Einrichten im stilwerk Berlin vertreten. Im Interview spricht der Unternehmer Wilfried Lembert über Designlieblinge, Helden und Stil.

Wilfried Lembert, 1963 in Augsburg geboren, studierte Holztechnik an der Fachhochschule Rosenheim und begann seine Karriere im Designmanagement der Marke Wilkhahn. Ab Mitte der 1990er Jahre übernahm er zusätzlich den Lehrauftrag für Designmethodik an der Fachhochschule Anhalt am Bauhaus Dessau, bevor er 1998 die Geschäftsführung der DEHA Einrichtungen, einem der damals führenden Einrichtungshäuser Berlins übernahm. Nur ein Jahr später gründete Wilfried Lembert unter dem Namen minimum Einrichten sein eigenes Möbelgeschäft und bezog damit das frisch eröffnete stilwerk Berlin. Hier werden auf knapp 450 Quadratmetern die ganz großen Klassiker von Ikonen wie Mies van der Rohe oder Arne Jacobsen in Kombination mit den frischen Entwürfen junger Talente präsentiert. Mit seinem USM vitra Store und einer Fläche für die Küchenmarke bulthaup erweiterete Lembert bald sein Angebot im stilwerk. Im Stadtgebiet folgten eigene Geschäfte für die Marken bulthaup und B&B Italia sowie eine Projekt GmBH mit Sitz im AufbauHaus in Berlin-Kreuzberg. Zu den aktuellen Projekten gehören die Einrichtung des WAVE-Gebäudekomplexes des Architekturbüros GRAFT am Spreeufer sowie das Architekturkonzept minimum house am Mellensee in Klausdorf. Der 2008 fertiggestellte Holzmodulbau mit vorgehängter Glasfassade und Solarpanelen ist als Prototyp für modernes Wohnen auf dem Land gedacht und stammt aus der Feder der Scheidt Kasprusch Architekten. 2017 ließ Bauherr Wilfried Lembert das minimalistisch gehaltene Interior des minimum house vom Berliner Studio mintdesign überarbeiten. 

Auf der stilwerk Facebook-Seite können Sie aktuell die Designklassiker Edition „Zukunft braucht Herkunft“ – herausgegeben von Wilfried Lembert – gewinnen. In den sechs Buchbänden erfahren Sie alles über die Ikonen der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts: Charles & Ray Eames und Arne Jacobsen, Mies van der Rohe, Harry Bertoia, Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand, Eero Saarinen, Jean Prouvé, Mart Stam und Marcel Breuer. 

Gemeinsam mit minimum Einrichten verlosen wir 1x die Designklassiker Edition „Zukunft braucht Herkunft“. Erfahrt in...

Posted by stilwerk on Donnerstag, 31. August 2017

Als Mitbegründer und Vorstand von „Create Berlin“, einem vom Senat geförderten Netzwerk zur Vermarktung von Berlin als „Unesco City of Design“, Mitglied und Aufsichtsratsvorsitzender des „Verbands der Creativen Inneneinrichter“ und langjähriger Partner der Designmeile.Berlin setzt sich Wilfried Lembert aktiv für die Designszene in der Bundeshauptstadt ein.

2017 wurde minimum Einrichten mit dem German Brand Award in der Kategorie „Industry Excellence in Branding Retail“ ausgezeichnet.

Im Interview mit stilwerk spricht Gründer und Geschäftsführer Wilfried Lembert über Designlieblinge, Helden und Stil.

Initialzündung?
1999 arbeitete ich an einem Buch „minimum“, in dem ich die wesentlichen Vorbilder des Einrichtungsbereichs, hauptsächlich Möbelklassiker, die Vorbilder einer Kategorie geworden sind, darstellen wollte. Etwa der „Lounge Chair“ von Eames für Lounge-Möbel, der Bugholzstuhl von Thonet oder der Frankfurter Küchenstuhl für Holzstühle. Dann lernte ich Alexander Raab, Initiator der stilwerk Idee, der meinte: „mach ein Möbelgeschäft daraus“.

Liebstes Designstück im Alltag?
Definitiv der „Lounge Chair“ von Charles und Ray Eames. Jeden Sonntag verbringe ich hier mit meiner Tageszeitung viele Stunden zum Lesen – und auch diese Antworten schreibe ich gerade darin. 2006 gab es eine Edition „50 Jahre Lounge Chair“ aus besonders weichem Handschuhleder, davon wurde einer meiner.

Lieblingsplatz zu Hause?
Sorry, schon wieder meine Bibliotheksecke mit dem „Lounge Chair“ und einer Edition des Sessels „LC3“ von Charlotte Perriand.

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Kreativster Ort?
Ganz ehrlich – morgens unter der Dusche, wenn die Wasserstrahlen meine Kopfhaut massieren, dann gehen mir alle möglichen neuen Geschäftsmodelle und Ideen für den Tag durch den Kopf.

Helden?
Minimalisten. Menschen die mit wenig Gegenständen auskommen, diese wenigen Dinge zu schätzen wissen, keine Verbraucher, sondern Gebraucher sind, die nicht durch Haben, sondern durch Tun glänzen und glücklich sind.

Stil?
Keinen Stil. Natürlich Bauhaus, wenn Sie nicht den Baumarkt sondern die Werte der berühmten Hochschule meinen. Ich möchte in meinem Umfeld und mit meinem Unternehmen die Collage der besten Gegenstände abbilden, immer Funktionalität vor oberflächlichem Design. Gegenstände, die nicht temporär sind, sondern ein Leben lang unsere Kunden begleiten und möglichst vererbt statt weggeworfen werden.

#einefragedesdesigns

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