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In 70 Jahren um die Welt

Mit dem „Fiberglass Chair“ schufen Ray und Charles Eames 1950 eine Stuhlikone, auf der wir bis heute liebend gerne sitzenbleiben 

Es gibt diese Stühle, die ihren Platz gefunden haben – im Alltag wie in der Designgeschichte. Der Kaffeehausstuhl von Thonet ist beispielsweise so einer. Die Serie 7 von Arne Jacobsen und die Bauhausklassiker genauso. Oder eben die „Fiberglass Chair“-Familie von Ray und Charles Eames. Ikonen, die nicht mehr wegzudenken sind aus unserer bestuhlten Welt und gerade im letzten Jahrzehnt wieder ein Revival erleben. So ein Revival, dass Vitra sich 2018 entschied, den Stuhl in limitierter Auflage auch wieder mit einer Fiberglas-Schale zu relaunchen – dem Originalmaterial von 1950, das in den 1990er Jahren durch Polypropylen ersetzt wurde und die Serie als „Eames Plastic Chairs“ fortführte.

Innovation in Form und Material 
Vor genau 70 Jahren brachte der amerikanische Möbelhersteller Herman Miller die erste Version des „Fiberglass Chairs“ auf den Markt – eine absolute Revolution. Anders als bisherige Modelle schmiegte sich die organische Schale an den Körper an und verzichtete auf eine starre Trennung von Lehne und Sitzfläche. Die noch größere Innovation lag aber im Material: Ein mit Fiberglasfasern verstärktes Polyesterharz. Ein Material, das zuvor nur zu militärischen Zwecken genutzt wurde, aber durch seine Flexibilität, Robustheit und Leichtigkeit für Ray und Charles Eames einen Durchbruch für ihre Maxime „to get the best to the most for the least“ bedeutete.  

Kurz nach dem Launch wurde die Stuhlserie, die mit oder ohne Armlehne daherkam und mit diversen Untergestellen kombiniert werden konnte, bereits zum absoluten Verkaufserfolg. Fortan orderten Schulen, Universitäten oder Flughäfen das Modell und die Weltumsegelung eines neuen Stuhlformats nahm seinen Lauf. Ab 1957 übernahm Vitra den Vertrieb für Europa und den Mittleren Osten und läutete damit den Beginn einer legendären Zusammenarbeit ein, die noch viele weitere Designikonen hervorbringen sollte.

Gemeinsam stark   
Überhaupt setzten Ray und Charles auf Teamwork: Kein Entwurf ging nur durch zwei Hände. Immer suchten und fanden sie gemeinsam die beste Lösung. Kennengelernt hatten sich der Architekt und die Künstlerin im Jahr 1940 an der Cranbrook Academy of Art. Ein Jahr später heirateten sie und der Rest ist Geschichte: Beide wurden zum wohl berühmtesten Liebespaar und mit ihren Designs zum Inbegriff der amerikanischen Nachkriegsmoderne.  

„Take your pleasure seriously“ war dabei eine Art Guideline. Neben ihren berühmten Möbeln gestalteten sie auch Ausstellungen, Spielzeuge, bewegte Bilder, Häuser und vieles mehr. Es gab keine Grenze zwischen Arbeit und Leben. Die Arbeit war ihr Leben. Ihr eigenes Wohnhaus in Kalifornien gibt noch heute Einblick in dieses Geflecht zweier Menschen mit einer Leidenschaft.

In ihren Entwürfen waren sie stets auf der Suche nach Innovation, nach neuen Wegen, neuen Materialien, neuen Formen. Gleichzeitig sind die Designs der beiden hochästhetisch. Jedes Detail spielte eine große Rolle. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Auch oder erst recht nicht bei der Farbgebung. Die „Fiberglass Chairs“ kamen in diversen Tönen daher. Von Greige und Foam Green bis zu Elephant Hide Grey – ein Farbton, den Charles wie folgt definierte: „Was ich möchte, ist ein Schwarz mit Gefühl“. Genau dieses gefühlige Schwarz ist auch heute noch, 70 Jahre nach Launch der Stuhlserie, erhältlich. Ray sagte einmal :

What works good is better than what looks good, because what works good lasts.

Bleibendes zu gestalten – das haben die beiden geschafft. Mit dieser Stuhlikone und noch vielen weiteren Designs, die ihren Weg in Wohnungen auf der ganzen Welt gefunden haben.  

Die „Fiberglass-“ und „Plastic Chairs“ von Vitra sowie deren komplettes Sortiment erhalten Sie im USM Vitra Store by minimum im stilwerk Berlin, bei P.ART1 EINRICHTUNG im stilwerk Düsseldorf und bei punct.object im stilwerk Hamburg.

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