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Insel Hombroich | Recycled Architecture

Natur, Kunst und Architektur: auf der Insel Hombroich an der Erft verbinden sie sich auf ungewöhnliche Art und Weise. Bei einem Spaziergang über das weitläufige Gelände der ehemaligen Raketenstation findet der Besucher Ruhe und Inspiration zugleich.

In der Serie Recycled Architecture widmet sich stilwerk architektonischen Fossilien, die dank großer Visionen wieder zum Leben erwachen und als einzigartige Juwelen ganze Stadtviertel prägen – fantasievoll, elegant und inspirierend.

„Kunst parallel zur Natur“ war der Grundgedanke des Düsseldorfer Kunstsammlers Karl-Heinrich Müller, als er die Insel Hombroich 1987 als Museum eröffnete. Inmitten einer urwüchsigen Flora zwischen Teichen und Wäldern ist seine beeindruckende Sammlung, zu der unter anderem Werke von Rembrandt, Henri Matisse und Yves Klein gehören, in Pavillons zu bewundern. Einzigartige Kunstwerke quer durch die Jahrhunderte und Kulturen.

Einige Jahre später kaufte Müller neben der renaturierten Park- und Auenlandschaft auch noch das Gelände der Raketenstation Hombroich hinzu, welches früher von der Nato zur Übungszwecken genutzt wurde. So entstand nach und nach ein Raum für künstlerische Experimente jeglicher Art. Für die Bebauung der Raketenstation konnte der Kunstmäzen namhafte Architekten, Künstler und Bildhauer gewinnen. Der portugiesische Stararchitekt Alvaro Siza gehörte dazu, der deutsche Bildhauer Erwin Heerich sowie der US-amerikanische Architekt Raimund Abraham, von dem das „Haus für Musiker“ stammt – eines der auffälligsten Gebäude. Auch spannend: das Kirkeby-Feld. Hier stehen verschiedene Werke des dänischen Architekten und Bildhauers Per Kirkeby.

Die Formensprache seiner „Drei Kapellen“, drei begehbarer Backsteinskulpturen, erinnert an moderne Kirchen. Ein Besuch auf dem weitläufigen Gelände fühlt sich ein wenig wie Alice im Wunderland für Erwachsene an. Da nirgendwo Wegschilder stehen, kann man sich völlig frei bewegen – und auch verlaufen. Dies ist aber durchaus gewollt, denn so entdeckt man immer wieder neue Installationen, Skulpturen oder Gebäude, die sich elegant in die Auen- und Gartenlandschaft einfügen. Ebenfalls spannend sind die ausgefallenen Häuser der Künstler, Musiker und Schriftsteller, die auf der ehemaligen Raketenstation wohnen und dort ihre Ateliers betreiben.

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Während die Ausstellungen in den Pavillons bleiben, verändert sich die Landschaft auf Hombroich ständig. Ganz im Sinne „des Erfinders“, Karl-Heinz Müller.

 

Merkmal der Insel sollte sein, dass sie nie fertig wird und immer lebendiger Raum bleibt, wo sich die Vielfalt der Kunst mit der Vielfalt der Natur trifft,

hat Müller erklärt. Er selbst, 2007 verstorben, ruht unter Linden auf dem Gelände.

Dies ist ein Beitrag aus dem stilwerk Magazin „Wunder“, verfasst von Nicole Nieladomski. Die aktuelle Ausgabe erhalten Sie an den stilwerk Standorten Berlin, Düsseldorf und Hamburg sowie im ausgewählten Zeitschriftenhandel.

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