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Konsequent nachhaltig: Mater aus Dänemark.

Wir haben mit Mille-Marie Nikolajsen von der Mater Earth Gallery im Hamburger stilwerk gesprochen – über Meeresabfall und die Notwendigkeit, auf Mutter Erde zu achten.

„Ein lebendiger, friedlicher Ort – die Heimat unserer Geschichten und unseres Teams“, so beschreibt Showroom Managerin Mille-Marie Nikolajsen die Mater Earth Gallery im stilwerk Hamburg. Und genau das ist spürbar, betritt man den 200 Quadratmeter großen Store der dänischen Marke, die 2006 in Kopenhagen gegründet wurde. Der Name Mater stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Mutter“.

Eine tägliche Erinnerung an unseren kleinen Beitrag zu Verringerung der Herausforderungen, denen Mutter Erde gegenübersteht. Als Hersteller haben wir eine einzigartige Möglichkeit, die problematischen Prozesse zu überdenken und ein ethisches und nachhaltiges Design zu schaffen, das sowohl sozial fair ist, als auch die Auswirkungen auf die Umwelt reduziert,

so die Expertin. Daher verwendet die Marke ausschließlich nachwachsende bzw. recycelte Materialien. Was es daher konkret mit Fischernetzen und organischen Formen auf sich hat – sehen, hören und lesen Sie im Folgenden.

Welche neuen Trends sieht und setzt Mater?
Wir arbeiten immer umweltbewusst, daher sind unsere Formen und Farben immer natürlich inspiriert und nachhaltig. Deswegen folgen wir nicht wirklich Trends, sondern versuchen selbst neue Trends zu setzen, bei denen wir mit verschiedenen, nachhaltigen Methoden und Materialien arbeiten. Zurzeit liegt unser Fokus auf  „Oceanwaste“ – also Möbel, die aus recycelten Meeresabfällen hergestellt werden. Wir haben uns hierfür mit der weltweit einzigen Upcycling-Anlage für Fischernetze zusammengeschlossen. So landen diese nicht mehr auf dem Meeresgrund, sondern wir können die recycelten Netze für unsere Designs nutzen.

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Welche spannenden Designer-Kooperation sind in Planung?
Auf der Suche nach einem Design, das zu dem neuen „Oceanwaste"-Konzept passen könnte, haben wir eine Kollaboration mit einer der ältesten und angesehensten Designfamilien in Dänemark begonnen und eine Partnerschaft mit Dennie Ditzel, dem Leiter des Design-Erbes nach den verstorbenen Nanna und Joergen Ditzel, geschlossen. Damit blickt unsere „Ocean“-Kollektion auf klassische Designtraditionen zurück und überarbeitet die Gründe für den Neustart von Designklassikern. „Ocean“ wurde 1955 von Nanna und Joergen Ditzel ursprünglich für den persönlichen Gebrauch im Freien entworfen und erwies sich als ideal für die Herstellung aus Fischernetzen. Die Kollektion wurde kürzlich mit dem Wallpaper Desgin Award 2019 ausgezeichnet, was uns ehrt und wahnsinnig freut.

Welches Modell ist bei euren Kunden besonders beliebt?
Unser absoluter „Dauerbrenner“ im Portfolio ist der „High Stool". Er wurde vom dänischen Architektenduo Space Copenhagen entworfen und gilt als „New Danish Classic“. Er ist bei den Kunden so beliebt, weil er ein hoher Hocker ist, der in mehreren Einstellungen und für den täglichen Gebrauch verwendet werden kann. Dazu wird er aus verschiedenen Materialien mit nachhaltigen und sozial verantwortlichen Methoden hergestellt. Das Holz ist FSC-zertifiziert (das Label für verantwortungsvolle Forstwirtschaft) mit wasserlöslicher Oberflächenbehandlung.

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Was rätst du Kunden, die auf Nachhaltigkeit im Möbeldesign Wert legen?
Kaufen Sie Produkte, die nicht nur aus nachhaltigen Materialen sind, sondern auch nachhaltig produziert werden. Wie nachhaltig ist ein Produkt, wenn es nicht nachhaltig produziert wird? Kann man es dann nachhaltig nennen?

Kannst du unseren Lesern einen persönlichen „Design-Rat“ geben? 
Kaufen Sie nicht viel, sondern schlau! Kaufen Sie Stücke, die Ihnen etwas bedeuten. Etwas das lange hält, damit man das Design mehr genießen kann. Wir leben in einer Zeit des Massenkonsums und damit verlieren wir immer mehr den Bezug zu unseren Produkten, die wir kaufen. 

Was ist dein persönliches Lieblingsstück und was begeistert dich daran?
Unsere  „Terho"-Leuchten!  Weil das Design schlichtweg auf die natürliche Form der Eichel-Nuss hinweißt. Die Wärme und die Schönheit des Lindenholzes in Kombination mit dem geräucherten Glas machen das Design modern sowie zeitlos. Auch hier ist das Holz ist FSC-zertifiziert  und das Glas in Portugal mundgeblasen. Dank der reduzierten Formensprache passen diese Leuchten fast in jedes Zuhause!

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Was ist dein Stil und wie hast du ihn gefunden?
Ich bin Dänin und in Dänemark aufgewachsen, deshalb fließt das skandinavische Design durch meine Adern. Das skandinavische Design verbindet Minimalismus und Funktionalismus mit einer außergewöhnlichen Qualität, die Jahre und Jahre überdauern kann. Ganz zu schweigen von der Zeitlosigkeit, die diesen Produkten innewohnt, ist jedes Objekt mehr als nur ein Designstück, es wird plötzlich zu einem Mitglied der Familie. Es wird zu einem Symbol für Erinnerungen, die Menschen an die nächste Generation weitergeben können. In meiner Familie haben wir beispielsweise noch unsere originalen „PH 5"-Leuchten von Louis Poulsen und Wegner-Stühle, die von meinem Opa an meine Mutter weitergegeben wurden. Sie passen noch heute zu unserem Stil und tragen so viele, geliebte Erinnerungen aus meiner Kindheit mit sich.

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