Konstantin Grcic. Der Designer als Denker.

Der Münchner Designer wurde jüngst mit der Personality Auszeichnung beim German Design Award 2016 geehrt. stilwerk stellt den Deutschen Designer mit Weltruf vor.  

Stühle können Eigenschaften an Menschen betonen. Es gibt Stühle, die man als schön empfindet und die einen dadurch selbst schöner machen. Unser Design wird Teil einer Person, wie ein Kleidungsstück. Das ist das Faszinierende.

So schön und gleichzeitig treffend formulierte Konstantin Grcic einst die besondere Qualität guter Gestaltung. Hier zwar konkret auf eine von ihm entwickelte Stuhl-Serie für Flotötto bezogen, im Prinzip aber auf die gesamte Designproduktion übertragbar. Denn, was wenn nicht ein Fünkchen Magie ist es, das uns immer wieder von neuen Objekten überzeugt. Dieses Fünkchen Magie kommt jedoch nicht von allein und liegt dem Design schon gar nicht selbst inne. Ganz im Gegenteil: Es beruht in den meisten Fällen auf jahrelanger, akribischer Arbeit und Forschung. Und hier kommen wir schon wieder zurück zu Konstantin Grcic, dem deutschen Designer mit Weltruf, der alles andere als an Magie arbeitet, sondern vielmehr auf den Umgang mit der Realität setzt und dabei immer wieder verfeinert, verbessert, erneuert und gerade damit Magie schafft.

Der Designer als Denker
Grcic, dessen Name mit nur einem Vokal auf seine serbischen Wurzeln verweist, gehört zu den wichtigsten deutschen Designern der Gegenwart. Seine Objekte Mayday und Chair_One gehören heute in den Kanon der Designklassiker und bescherten dem Münchner renommierte Auszeichnungen wie den Compasso d’Oro und die Aufnahme in die ständige Sammlung des MoMA in New York. Nach einer Möbeltischlerlehre studierte Grcic am Royal College of Art in London Industriedesign und verbrachte sein erstes Jahr bei keinem Geringeren als Jasper Morrison, der ihm die Konzentration auf das Wesentliche mit auf den Weg gab. Grcic selbst sieht den Designer als Denker, dessen Ideen viel tiefer greifen, als reine Formgebung. Gedachte Gestaltung schafft Systeme und reagiert auf die Realität mit einem Angebot. Dabei muss Design nicht automatisch neuartig sein, so Grcic, sondern auch Verfeinerung ist Gestaltung.

Die Nützlichkeit der Dinge
Die Nützlichkeit der Objekte ist und bleibt das notwendigste Konzept für Grcic. Er ist in dieser Hinsicht dem Funktionalismus ganz nah. Betrachtet man seine Objekte, wird aber schnell klar, dass funktional bei Grcic nicht zwangsläufig nüchtern und reduziert heißt. Vielmehr kommen seine Entwürfe zum Teil in extravaganter Linienführung daher, wie zum Beispiel sein Chair_One für Magis, dessen zergliederte Sitzschale die Dreiecksform feiert. Oder das Regal Es für Moormann, das mit gefährlicher Neigung das Schräge zum Stehen bringt. Oder die Lampe Mayday, die variabel einsetzbar ist und dabei Alltagsdesign humorvoll zitiert: wie ein Kleiderhaken kann sie auch hängend installiert werden.

All seinen Objekten geht eine lange Entwicklungsphase voraus. Fast schon altmodisch werden von jedem Entwurf Prototypen hergestellt und Material und Form so lange geprüft und getestet, bis der Entwurf in gute Gestaltung übersetzt ist. Grcic stellt Fragen und findet die richtigen Antworten. stilwerk gratuliert dazu und zur Auszeichnung des Rat für Formgebung.

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