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Leuchtende Ikone: MT8

Oft kopiert, nie erreicht: Der legendäre Leuchten-Entwurf des Bremer Designers Wilhelm Wagenfeld ist auch nach über 90 Jahren kein bisschen angestaubt.

Vom Schüler zum Pionier: Wilhelm Wagenfeld war 24, als er als Geselle in der Werkstatt des Staatlichen Bauhauses in Weimar aufgenommen wurde – der Wiege der modernen Produktgestaltung schlechthin. 1919 war die Bildungsstätte für Kunst, Architektur und Design mit dem Leitgedanken gegründet worden, die industrielle Fertigung zu revolutionieren und das Handwerk wieder aufleben zu lassen. Bis heute ist Wagenfelds „Bauhaus-Leuchte“ eine der berühmtesten Designikonen der Welt.

Nur ein Jahr nachdem Wagenfeld in der Metallwerkstatt unter Leitung des Bauhaus-Meisters László Moholy-Nagy angefangen hatte, entstand 1924 der bahnbrechende Entwurf für die sogenannte „Bauhaus-Leuchte“. Als Schüler versuchte Wagenfeld am Bauhaus Prototypen von Gebrauchsgegenständen herzustellen, die sich für eine maschinelle Serienproduktion eignen würden.

Tatsächlich war jedoch das Gegenteil der Fall: Die Einzelstücke und Kleinserien, die bei diesem Prozess entstanden, wurden per Hand gefertigt. Die berühmte zeitlose Tischleuchte mit der halbkugelförmigen Glasglocke entwarf Wagenfeld gleich in verschiedenen Fassungen. Unter dem Titel „MT 8" präsentierte er im April 1924 die Version mit Metallfuß, als Version „MT 9" folgte nur wenig später im Mai / Juni desselben Jahres die Variante mit gläserner Fußplatte, die mit seinem Kollegen Carl Jacob Jucker entstand.

Seit 1980 werden beide Modelle in autorisierter Reedition durch das Bremer Unternehmen Tecnolumen produziert (erhältlich bei Lichthaus Mösch im stilwerk Berlin). 1982 wurde die „Bauhaus-Leuchte“ außerdem mit dem iF Design Award ausgezeichnet. 

Was Sie beim Kauf der Designikone beachten sollten:

  1. Achtung Fake: Die „Bauhaus-Leuchte" wird sehr häufig kopiert. Nur die Firma Tecnolumen stellt heute autorisierte Reeditionen unter dem Namen „WG 24" her (Preis ca. 395 Euro). Diese sind fortlaufend nummeriert auf der Befestigungsscheibe unter der Bodenplatte und tragen das Bauhaus-Zeichen.
  2. Leuchtmittel testen: Nicht jedes aktuelle Leuchtmittel tut Wagenfelds Leuchte gut. Energiesparbirnen schaffen unschöne Schatten und mindern die unvergleichbare Wirkung des Entwurfs. Unbedingt beraten lassen, welches Leuchtmittel passt.

„No Fake“ - Kampagne

In 2012 startete Tecnolumen die Aktion „No Fake“ – eine Aktion gegen Produktpiraterie: Für zwei Monate konnten Besitzer einer Fälschung der berühmten Wagenfeld-Bauhausleuchte diese kostenlos gegen das Original eintauschen. Das Ergebnis: Über 100 Besitzer einer Fälschung meldeten sich, um ihre Fälschungen bei der Leuchten-Manufaktur kostenlos einzutauschen. Mit der „No Fake“ Kampagne wollte Tecnolumen einen ersten Schritt dafür tun, dass über Produktpiraterie aufgeklärt wird und das Bewusstsein für Fälschungen zu schärfen. Denn für mittelständische Unternehmen, zu denen sich die Bauhaus-Experten Tecnolumen zählen, ist Produktpiraterie existenzbedrohend. Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft entfallen in Deutschland 70.000 Arbeitsplätze durch Produkt- und Markenpiraterie.

Posted by TECNOLUMEN on Dienstag, 21. August 2012

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Vom Türknauf über den Eierbecher bis zum Salatbesteck: Wagenfeld hat vieles für den alltäglichen Gebrauch gestaltet. Sogar Melamin-Geschirr für die Lufthansa stammt aus seiner Feder. Seit 1986 ist die „Bauhaus-Leuchte“ in die Sammlung des MoMA in New York aufgenommen.

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