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Lucky Strike Junior Designer Award 2020-2022

„Designing the future matters“: Getreu diesem Motto prämierte die Raymond Loewy Stiftung am 10. November im Rahmen einer Preisverleihung im Hamburger stilwerk die Lucky Strike Junior Designer Awards der Jahre 2020, 2021 und 2022. Insgesamt hatten sich 170 Hochschulabsolvent:innen für die jeweils mit 5.000 Euro dotierten Preise beworben. Aufgrund der Qualität wurden die drei Awards jeweils geteilt und es können sich sechs Preisträger:innen über die Auszeichnung freuen. Weitere 32 Absolvent:innen erhielten eine Besondere Anerkennung.

 

Preisträger:innen 2020: Jennifer Kolbe und Katharina Kudryashov

Jennifer Kolbe, Hochschule RheinMain 

Animationsfilm "Milk"

Der Kurzfilm ‘MILK’ veranschaulicht anhand von Menschen, was täglich den MilchKühen widerfährt - und möchte dadurch zum Nachdenken provozieren.Indem man Kühe auf Menschenebene stellt, ist man leichter schokiert über die Ausbeuteder ‘Nutz-Menschen’ und fragt sich vielleicht danach mehr, warum wir (Nutz)tiere so behandeln. Wer gibt uns das Recht, so mit Tieren umzugehen?

Katharina Kudryashov, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Yeast and Sugar: Gestalterische Forschungsarbeit zur Färbung von Textilien mit Bakterien 

Aus der Jurywürdigung: 

"Wir prämieren die interdisziplinäre Forschungsarbeit zwischen Textil und Biologie „Yeast and Sugar“ – Färbung von Textilien mit Bakterien von Katharina Kudryashov für die enorme Relevanz für unsere Ökologie. Die Modeindustrie ist Umweltverschmutzer ummer 2 direklt nach der Petrolindustrie. Textilfärbung mittels Bakterien ist ein neues revolutionäres nachhaltiges Verfahren welches im Vergleich zu den herkömmlichen petrochemischen Färbeverfahren das 500fache an Wasser einspart und die Umwelt von toxischen Rückständen entlastet. Hiermit werden für die Zukunft der Mode-und Textilindustrie neue verantwortungsvolle ökologische Lösungen ermöglicht."

Prof. Grit Seymour und Dr. Angela Schönberger

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Eine Besondere Anerkennung erhielten: 

Adrian Marius Hasse und Julian Goretzky von der Weißensee Kunsthochschule Berlin für ihre Arbeit "sane". 
Dália Angelina Rottleuthner von der Hochschule Hannover für ihre Arbeit "Mindful Mess".
Tobias Trautmann von der Weißensee Kunsthochschule Berlin für seine Arbeit "Kokon - Powernapping in der Regionalbahn". 

Preistraeger:innen 2021: Julia Fiedler und Jadwiga Slezak

Julia Irma Lucie Fiedler, Hochschule Pforzheim 

Diese Arbeit beschäftigt sich intensiv damit, den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft zu erkennen, ihn sichtbar zu machen und visuelle Lösungsansätze für dieoft so unsichtbaren Äußerungsformenzu finden –insbesondere aus der Sicht einer Nicht-Betroffenen. Heraus kommt eine Arbeit, die die blinden Flecken unserer Gesellschaft sichtbar macht und das Phänomen im gesamtgesellschaftlichen Kontextthematisiert. Entstanden sind 576 Seiten persönliche Konfrontation. Kritische Selbstreflexionsowie eine fundierte Bestandsaufnahme. Ein Zeitzeugnis. Eine Dokumentation. Ein persönlicher Prozess. Eine Erkenntnis: Ich bin Täterin. Eine Anerkennung. Ein Statement zu der aktuellen Rassismusdebatte in Deutschland. Keine Lösung, sondern ein Anfang.Rassismus ist nicht nur das Problem der Betroffenen, sondern auch derjenigen,die ihn tagtäglich reproduzieren. Schweigen ist politisch und macht uns alle zu Mittäter*innen.

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Jadwiga Slezak, Muthesius Kunsthochschule Kiel 

WATERePUBLIC

Während wir innerhalb der Klimadebatte über Elektromobilität, CO2-Steuern und Passivhäuser diskutieren wird ein wichtiges Thema häufig vergessen: Unser Umgang mit Wasser.Ein Liter Leitungswasser ist bis zu 586 mal umweltfreundlicher als stilles Flaschenwasser. Würden alle Deutschen ausschließlich Leitungswasser trinken, könnten jährlich 3 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem 1,5-fachen des innerdeutschen Flugverkehrs.1WATERePUBLIC verwandelt daher die bestehende Hydranteninfrastruktur in Wasserstellen für das öffentliche Leben. Menschen und Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser und können sich an heißen Sommertagen erfrischen. Das bietet eine Alternative zum CO2- und Plastikintensiven Flaschenwasser und fördert den Konsum von Leitungswasser.

LSJDA21_Preistraegerin_JadwigaSlezak

Eine Besondere Anerkennung erhielten: 

Justus Hilfenhaus von der Bauhaus-Universität Weimar für seine Arbeit "Blend".
Hannah Noemi Kannenberg von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit ihrer Arbeit "Aggregat. Polymorphie im Gepäck". 
Maren Klamser von der Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer Arbeit "5Stons".
Corinna Kolter von der Hochschule Pforzheim mit ihrer Arbeit "n:einheit". 
Benjamin Lion von der Hochschule RheinMain mit seiner Arbeit "Luminis". 
Janosch Reiter von der Kunsthochschule Berlin Weißensee mit seiner Arbeit "Wildbee Network. Biodiversitätsförderung trotz traditioneller Landwirtschaft". 
Maximilian Seeger von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt mit seiner Arbeit "Jewels of the Sea". 
Simeon Ortmüller und Vincent Steinhart-Besser von der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit ihrer Arbeit "CAPTN WAVELAB". 
Tobias Tengler von der Hochschule Pforzheim mit seiner Arbeit "inter". 
Felix Thode von der ecosign / Akademie für Gestaltung mit seiner Arbeit "Untersuchung von menschenrechtlichen Problemherden im Zusammenhang mit IKT-Produktionsketten". 
Cindy Valdez von der Kunsthochschule Berlin Weißensee mit ihrer Arbeit "Migration of Matter". 
Philip Kofi Wagner von der Hochschule Hannover mit seiner Arbeit "Aftermath".
Olvier von Zweydorff von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit seiner Arbeit "Immersive Music Video".
 

Preisträger:innen 2022: Aleksandr Aleev und Adrian Jaffé

Aleksandr Aleev, Bauhaus-Universität Weimar 

Re_Wind 

Der Entwurf eines frei stehenden, offenen und stromunabhängigen Deckenventilators stellt die intuitive und direkte Interaktion zwischen Benutzer*innen und Objekt in den Mittelpunkt. Die Jury überzeugte vor allem die Poesie dieses außergewähnlichen Objekts. 

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Adrian Jaffé, Hochschule Wismar

BLOCKS

Der Animationsfilm illustriert spielerisch, wie sich Männer gegenseitig unterdrücken. Alle Blöcke schwingen im Takt, bis einer aus der Reihe tanzt. Die Idee von hegemonialer Männlichkeit wird in einer extrem minimalistischen Bildidee, nämlich ein im Takt schwingendes System männlicher Stereotype in Form von Holzblöcken dargestellt.

Aus der Jurybegründung: 

"Diese Arbeit überzeugte die Jury in seiner elegant subtilen audio-visuellen Erzählweise und durchdringenden Gestaltung. Die Kommunikationsleistung liegt darin, das Thema „toxische Männlichkeit“ in Form eines Kurzfilms so zu verpacken, dass er indirekt und in überzeugender Bild- und Tonsprache dazu einlädt, sich mit einem eher unangenehmen, schwierigen Gesellschaftsmuster und den dazugehörigen Rollenverhalten zu beschäftigen,– ja als Zuschauen sogar damit unterhalten zu werden.(...) Die exzellente Machart - von der Idee der formgebenden Klötzchenwelt, über das im Takt schwingende und klingende System von männlichen Stereotypen hin zum Characterdesign und der hervorragenden Animation-  lässt diesen Film zu einer durchweg gelungenen Arbeit mit einzigartiger Handschrift werden. Das möchten wir honorieren."

Eine Besondere Anerkennung erhielten: 

Markus Arens von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt mit seiner Arbeit "Der Fraß. Wenn Plastik von heute auf morgen verschwindet".
Gregor Assfalg von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit seiner Arbeit "Game Poster. Wie sich Poster in interaktive Games verwandeln lassen". 
Eleonore Brive von der Hochschule Pforzheim mit ihrer Arbeit "Next Fashion". 
Julia Dankmer von der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit ihrer Arbeit "Pi - Das Kinderurinal". 
Mariia Fitkulova von der Hochschule Hannover mit ihrer Arbeit "Brave like the Ukraine". 
Norman Gantner von der Hochschule Pforzheim mit seiner Arbeit "In Control - Wildfire Combating". 
Friedrich Gerlach und Julia Huhnholz von der Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer Arbeit "The Essence of Biocement". 
Lorenz Grohmann von der Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts mit seiner Arbeit "Die Stadt als Entwurf". 
Julian Marticke von der Köln International School of Design mit seiner Arbeit "Gruv. Gestaltung und Produktion eines inklusiven Spiels". 
Maike Menrath von der Fachhochschule Aachen mit ihrer Arbeit "Ilse. Ein Verkaufspunkt für ländliche Gebiete". 
Laura Reitze von der Hochschule RheinMain mit ihrer Arbeit "Science to touch. Visualisiererung zwischen Emotionen und der kardiovaksulären Realtivität". 
Elmar Sander von der Ecosign / Akedmie für Gestaltung mit seiner Arbeit "Verhätlnismäßig schön". 
Deniz-Can Sayim von der Akademie Mode & Design mit seiner Arbeit "Alman Kanacken". 
Robert Stelljes von der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit seiner Arbeit "Der Einfluss von Design auf öffentliche Hygiene". 
Christina Timmann von der Hochschule für Gestaltung Offenbach mit ihrer Arbeit "epic". 
Lukas Uhlitz von der Fachhochschule Potsdam mit seiner Arbeit "Das lebendige Design". 
Yasemin Walter von der Fachhochschule Potsdam mit ihrer Arbeit "Das Gegenteil von glatt. Die Entwicklung einer sensorischen Oberfläche". 
Tamara Zgraggen von der Köln International School of Design mit ihrer Arbeit "Fuck it". 








 

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