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Neue Ufer

Seemannsviertel, Rotlichtmeile, Niemandsland: Katendrecht hat viele Phasen durchgemacht. Nun entwickelt sich die Halbinsel zu Rotterdams nächstem Szene-Stadtteil, in dem wir 2023 das neue stilwerk Rotterdam eröffnen. 

Rotterdam ist eine dieser Städte, in der man sich stets in einer viel größeren Metropole wähnt. Ganz ähnlich wie zum Beispiel Detroit und Seattle in den USA oder wie Frankfurt am Main bei uns in Deutschland: Keiner dieser Orte hat auch nur 800 000 Einwohner:innen – nach Millionenstadt fühlen sie sich trotzdem alle an. Natürlich liegt das vor allem an den zahlreichen Wolkenkratzern, die sich gen Himmel recken. An einem hohen Maß an Internationalität außerdem, das allen vier Beispielen gemein ist. Und daran, dass die Veränderung dort die einzige Konstante scheint – dass sich Stimmungen, Straßen, Stadtbilder ewig wandeln.

In Rotterdam entspricht aktuell vor allem die Halbinsel Katendrecht dem Bild der kleinen Großstadt: Von ihren nördlichen Ufern aus bietet sich ein fantastischer Blick auf die Hochhäuser des Wilhelminapiers, für das einst Stararchitekt Norman Foster den Masterplan entwarf. Die Internationalität ist der Halbinsel auch gewissermaßen eingeschrieben: Die Fertigstellung mehrerer Hafenbecken Anfang des 20. Jahrhunderts verwandelte sie in ein Seemannsviertel, aus dem chinesische Matrosen zwischenzeitlich Europas größtes Chinatown machten; später wurde Katendrecht zur belebten Rotlichtmeile. Tatsächlich befindet sich die gerade einmal 1,2 Quadratkilometer große Fläche Katendrechts also im permanenten Wandel – der längst noch nicht abgeschlossen ist.

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Keine 700 000 Einwohner und trotzdem zahllose Wolkenkratzer – in Rotterdam wähnt man sich stets in einer viel größeren Metropole.

Keine 700 000 Einwohner und trotzdem zahllose Wolkenkratzer – in Rotterdam wähnt man sich stets in einer viel größeren Metropole.

Heute gilt das Viertel, das Teil des Rotterdamer Bezirks Feijenoord und Standort für unser neues stilwerk Rotterdam (2023) ist, als angesagte Wohn- und Ausgehgegend. Dabei drohte ihm zwischenzeitlich der Verfall: Der wichtige Hafen der Stadt verlagerte sich nach dem Zweiten Weltkrieg weiter Richtung Nordsee, Schiffe machten in Katendrecht nur immer kürzer Halt, schnell fehlten vor Ort Infrastruktur und Innovation. 2007 erst verabschiedete die Stadt Rotterdam einen Maßnahmenkatalog, der unter anderem den Bau der Rijnhaven Brücke vorsah. Die ist mittlerweile nicht nur ein wichtiger Verkehrsanschluss in die Rotterdamer Innenstadt, sondern gilt auch als architektonisches Kunststück: Farb- und Formgestaltung des Entwurfs der Rotterdamer Quist Wintermans Architekten erinnern an alte Hafenkräne.

Es ist bei Weitem nicht das einzige architektonische Projekt, das mittlerweile ein ganz neues Gesicht Katendrechts prägt. Das Floating Office Rotterdam des internationalen Architekturbüros Powerhouse Company im Süden der Halbinsel zum Beispiel, ein floßähnliches Gebäude, ist als nachhaltiger weil komplett energieneutraler Bau konzipiert. In diesem Jahr beginnt zudem der Umbau des ehemaligen Kaffeespeichers Santos im westlichen Teil Katendrechts zum neuen stilwerk Rotterdam (2023): Der kastenförmige Backsteinbau soll nach seiner Neugestaltung einen Mix aus Retail, short-stay Apartments, Workspaces, Gastronomie und Eventflächen beinhalten, ohne die historischen Gebäudestrukturen und seine Geschichte zu negieren. Auf neun Stockwerken will stilwerk damit eine neue Design Destination für die Niederlande und Europa bieten.

Das passt, hat sich Rotterdam in den vergangenen Jahren doch als ein kreatives Zentrum neu erfunden. Längst ist die Rotterdam Art Week als eine der wichtigsten Kunstveranstaltungen des Landes bekannt, auch viele Absolvent:innen der renommierten Design Academy Eindhoven zieht es mittlerweile in die nahe Metropole. Und gerade Katendrecht gilt ihnen als begehrtes Pflaster.

Beliebt ist hier etwa Fenix I, ein altes Lagerhaus, das unter anderem The Fenix Food Factory beherbergt: Der Markt bringt verschiedenste Restaurantkonzepte zusammen, gerade moderne Streetfood-Varianten finden die Gäste hier. Im ersten Stock des großflächigen Gebäudes entsteht aktuell außerdem das FENIX Museum of Migration, das Rotterdam als Stadt der Ein- und Auswanderung begreifbar macht.

Ein wenig traditioneller geht es im nahen Café De Ouwehoer zu, dessen Interieur an die Vergangenheit Katendrechts als Rotlichtviertel erinnert. Oder auf der SS Rotterdam, einem zum Hotel und Restaurant umgebauten Kreuzfahrtschiff, das an der Südseite der Halbinsel vor Anker liegt. Und wieder bietet sich von der Reling aus ein fantastischer Blick: Über die verwinkelten Gassen und Gässchen Katendrechts hinweg zu den Wolkenkratzern der Rotterdamer Innenstadt.

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Die Fenix Food Factory in einem alten Lagerhaus ist schon lange ein kulinarischer Hotspot.

Die Fenix Food Factory in einem alten Lagerhaus ist schon lange ein kulinarischer Hotspot.

Dies ist ein Beitrag von Manuel Almeida Vergara aus dem neuen stilwerk Magazin „Comeback Issue", das im Dezember 2021 erscheint. Ihr Exemplar des aktuellen stilwerk Magazins erhalten Sie an den stilwerk Standorten sowie im ausgewählten Zeitschriftenhandel. Mehr über unseren neuen Standort in Rotterdam erfahren Sie hier ›

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