Preisträger 2019: Stefanie Grawe

In der Kategorie „Kommunikation & Medien“ geht der Lucky Strike Junior Designer Award 2019 an Stefanie Grawe von der Köln International School of Design.

Wie funktionieren eigentlich Künstliche Neuronale Netze? Was haben sie mit musikalischen Prozessen gemeinsam? Inwiefern kann Künstliche Intelligenz (KI) bei der Musikproduktion kreativer Partner sein? Ziel der Thesis ist die Übertragung des Systemverhaltens Künstlicher Neuronaler Netze auf musikalische Prozesse. Menschen werden dabei selbst zum lernenden Künstlichen Neuronalen Netz. Wie lernfähig sind Musizierende, wenn sie präzise Anweisungen im Sinne einer Maschine erfüllen? Wie fehlertolerant ist das gesamte Netzwerk? Vergleichbar mit der KI-Technologie komponiert das Künstlich Neuronale Netz Musikstücke, die anschließend vom Menschen - dem Trainer - ausgewertet, sortiert, selektiert und neu zusammengesetzt werden. Es entstehen 18 Musikstücke und daraus resultierend zwei eigene musikalische Produktionen, die in einem Film dokumentiert werden.

Juror Nils Jockel begründete die Auszeichnung wie folgt:

 

In wie weit ist, kann und soll Künstliche Intelligenz ein kreativer Partner im Bereich der Musikproduktion sein? Dieser Frage geht Stefanie Grawe in einem lebendigen Experiment nach. Sie hinterfragt auf mehreren Ebenen ob, wie genau und in wieweit der kreative Schaffensprozess eines Musikproduzenten und Musikers durch den Einsatz von künstlich-intelligenter Software beeinflusst, unterstützt, bevormundet - oder gar kontrolliert wird. Sie untersucht wie und wodurch neuartige KI-unterstützte Musikproduktionswerkzeuge als Partner dienen können.  

Dabei selbst Musikerin, wählte sie neben vielen Interviews mit Experten aus der Branche, einen extraordinären Versuchsaufbau, der das systemische Verhalten einer KI auf menschliche musizierende Akteure übersetzte und diese durch präzise Anweisungen wie lernende künstliche neuronale Netze handeln lässt. Die Musiker selbst wurden zu Neuronen und fungierten als lernendes System. So wurden 18 Musikstücke komponiert, die anschließend von einem Menschen in der Rolle eines Trainers ausgewertet, sortiert, selektiert und neu zusammengesetzt wurden. Daraus entstanden wiederum zwei freie musikalische Produktionen, die in einem Film von sorgfältigster Güte dokumentiert sind und das Experiment in eine vermittelnde Kommunikationsarbeit verwandelt.

Überzeugend war hier nicht nur der Ansatz das System eines neuronalen Netzes auseinanderzunehmen und das Verhalten von Algorithmen durch präzise Anweisungen auf musizierende Menschen in einem Versuchsaufbau zu überführen, sondern dieses System wieder so zusammenzuführen, dass daraus Annäherungen auf Antworten gefunden werden konnten: 

Wie lernfähig sind Musizierende, wenn sie präzise Anweisungen im Sinne einer Maschine erfüllen? Wie fehlertolerant ist das gesamte Netzwerk? 

Stefanie Grawes, aus ihrem Experiment gewonnene Erkenntnis, dass Künstliche Intelligenz durchaus kreativer Partner des musikalischen Schaffensprozesses sein kann, ist mit größter Systematik hergeleitet. Die ebenso komplexen wie abstrakten Themen der künstlichen Intelligenz innerhalb von Musikproduktionsprozessen werden durch die souveräne Beherrschung bild- und textsprachlicher Mittel auch für Laien verständlich. Sie leistet mit ihrer Bachelorarbeit einen überzeugenden Beitrag zu der immer bedeutender werdenden Fusionierung künstlicher und menschlicher Intelligenz – auch innerhalb kreativer Prozesse und setzt diese damit einer kritischen Überprüfung aus.

 

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