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Zaha Hadid. Bloß kein rechter Winkel.

Die irakisch-britische Architektin starb im Alter von 65 Jahren. In Hamburg hat sie die Hafenpromenade zwischen den Landungsbrücken und der Speicherstadt geplant.

Skulptur oder Architektur? Bei Zaha Hadids Bauten ist die Grenze stets fließend. Seit Beginn der neunziger Jahre sorgte die 1950 in Bagdad geborene und in London ausgebildete Architektin mit ihren extravaganten Entwürfen weltweit für Furore. Nun ist sie im Alter von 65 Jahren in Miami überraschend verstorben.

Ihr Erstlingswerk, die Feuerwache auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein, gab 1993 den Startschuss für eine Karriere, die mit Projekten von Wolfsburg bis Baku und allen wichtigen Auszeichnungen der Architekturwelt gespickt ist. Als erste Frau erhielt sie 2004 den Pritzker Preis und 2009 den Praemium Imperiale – zwei Preise, die als Oscars der Baubranche gelten. Überhaupt ist sie eine der wenigen Frauen, die sich etablieren konnte und genauso berühmt und gefragt war wie ihre männlichen Starkollegen Rem Koolhaas, Frank O. Gehry, Jean Nouvel o.A.

Ihre Wurzeln liegen im Dekonstruktivismus und im russischen Konstruktivismus eines Kasimir Malewitsch oder El Lissitzky. Zackige Linien, schräge Kanten, eine Raumerfahrung von außen nach innen und der Verzicht auf den rechten Winkel gehörten zum Standardrepertoire der frühen Bauten. Später wurden die Ecken runder, die Formen fließender und die Raumerfahrungen überraschender. Ihr Stil war einzigartig und blieb sich treu: Wer einen Hadid bestellte, der bekam auch einen. Die Umgebung war hierbei stets zweitrangig. Ihre „signature buldings“ sind Individualisten, die hervorstechen und in sich selbst ruhen.

In Hamburg baute Hadid die Hafenpromenade, die in bewegten Schwüngen von den Landungsbrücken bis zur Speicherstadt führt. Unterschiedliche Höhen und kontrastreiche Wechsel zwischen weißen und schwarzen Bodenplatten sorgen für pure Dynamik. Das Besondere hierbei: abfallende Treppen, die nicht nur direkt ans Wasser führen, sondern auch zum Sitzen einladen und so als attraktiver Freiraum dienen.

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Mit Zaha Hadid verliert die Architekturwelt eine Exzentrikerin mit Tausendsassa-Potenzial: Neben ihren Bauten entwarf sie Möbel, Autos, Mode und vieles mehr. Auch hier galt: Bewegung ist das Wichtigste und – bloß kein rechter Winkel.  

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